Bankenfusion soll Rettungsanker sein


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Bundesregierung eifert den Großmächten nach

Manchmal vermögen Gleichnisse ziemlich treffend gewisse Mißstände oder gar Selbstüberschätzung aufzeigen, wenn man sich kurz auf sie einläßt. Bereits in Kindertagen machen wir Menschen die späterhin wichtige Erfahrung, sich niemals mit den Großen anzulegen, da man stets den Kürzeren zieht.

Beim Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz scheint das hingegen eher auf taube Ohren zu stoßen, die Finanzexpertin Isabel Schnabel kritisierte ihn Anfang September letzten Jahres ob seines Rufes nach größeren Banken. Da sollte der SPD-Politiker mal besser sein Förmchen im Sandkasten liegen lassen, sonst könnte das mit einer unangenehmen Überraschung enden.

Finanzkrisen waren gestern

Heute möchte die ohnehin zweifelhafte Bundesregierung davon nichts mehr wissen, erst recht unter Finanzminister Scholz. Sicher doch kann er die Schwäche der europäischen und deutschen Banken beklagen, das ist sein gutes Recht, allerdings vermag die „wahnsinnige Ehe“, die Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank, eher keine gute Idee sein.

Lisa Nienhaus kommentiert im Zeit-Artikel den Traum der Bundesregierung, für Deutschand eine Superbank zu suchen. Ihre Bemerkung, zwei Pinguine können auch dann nicht fliegen, wenn sie einander an den Flügeln halten, trifft den Nagel auf den Kopf. Schon gleich gar, wenn ausgerechnet diese beiden angeschlagenen Banken den Hafen trauter Ehe ansteuern wollen. Anstatt aus den Lehren vergangener Finanzkrisen die richtigen Weichen zu stellen, sollen gescheiterte Rezepte auf einmal funktionieren? Too big to fail – daran sollte man sich besser richten!

Keineswegs zufällig ein Friedrich Merz im Hintergrund?

Wir erinnern uns, wie Altkanzler Gerhard Schröder sich noch stark machte für Friedrich Merz. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? An soviel Zufall mag niemand glauben, der gern mal querdenkt. Je schmutziger das Pokerspiel, desto mehr Verlierer. Keineswegs eine simple Phrase, sondern eher traurige Wahrheit, schließlich pusht BlackRock den Finanzkapitalismus nach ihren Regeln.

Im September letzten Jahres traf sich Friedrich Merz als Aufsichtsrat von BlackRock u.a. mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem deutschen Investbanker und Staatssekretär Jörg Kukies. Dabei hatten sie bestimmt keinen unwichtigen Plausch. Darf man davon ausgehen, daß eine Schattenbank wie BlackRock erneut im Hintergrund mitmischt? Man muß es sogar.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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