Wider Hass und Zerstörung – eine Option


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Das Bild im Kopf von Yoko Ono und John im Bett hat sich eingebrannt, nicht nur als dringende Botschaft, die heute verächtlich mit den linksgrün Versifften verunglimpft wird, uns ermahnen soll, den wahnsinnigen Kurs der Aufrüstung und Kriegstreiberei zu beenden, give peace a chance, sondern um sie auszuleben, anzuwenden, wann und wo immer möglich.

Mit der damaligen Hoffnung haben etliche entsprechend mitgemischt, ob ein JFK, Martin Luther King, Nelson Mandela, Heinrich Böll, Herbert Grönemeyer oder ein Konstantin Wecker, um nur mal ein paar Bekannte namentlich zu erwähnen. Menschen mit Herz, dem innigen Gefühl, eben nicht wegzuschauen ob etlicher Missetaten, einer erneuten Entwicklung hin zu mehr Kriegstreiberei, Haß und Zerstörung, einem sich ausbreitenden Rassismus, der in Nationalismus und Faschismus mündet.

Was vor über siebzig Jahren im Herzen Europas sein jähes Ende nahm, dieser Zweite Weltkrieg, mit ihm der deutsche Faschismus, sollte nie wieder sich entwickeln dürfen, das war die Essenz nicht nur eines frommen Wunsches, vielmehr eine Anmahnung. Doch schon in der Aufarbeitung des Nationalsozialismus wurde geschlampt, weggeschaut, vertuscht und ignoriert, durften so manche sich wegducken, entkamen ihrer gerechten Strafe.

Genau diese Einstellung war letztlich der Grundstein jener menschenverachtenden Wesen, sich erneut etbalieren zu dürfen, wenn genug Gras drüber gewachsen sein sollte. Sie kalkulieren die Vergeßlichkeit gezielt mit ein, betreiben Geschichtsklitterung, verharmlosen und leugnen damalige Verbrechen bis hin zum Holocaust. Wenn ein Gauland vom „Vogelschiss“ deutscher Geschichte spricht, ein Höcke vom „Denkmal der Schande“ oder ein Lenhardt davon, daß „es dem Flüchtling doch egal sei, an welcher Grenze, an der griechischen oder an der deutschen, er sterbe“, dann zeigt dies deren bösartige Einstellung, ihr eigentliches Anliegen, nämlich selbstverständliche Menschenrechte zu verachten.

Wollen wir das, diejenigen, die noch Respekt haben vor Demokratie und Menschlichkeit? Eben nicht tatenlos zuschauen, wie die letzten siebzig Jahre zunichte gemacht werden von einer Horde Unmenschen, die lieber Haß und Zerstörung gutheißen? Mit Schweigen und Stillhalten wird es nicht getan sein, es erfordert viel Mut, ein Zusammenhalt, der notwendiger denn je ist, um jene Schergen zu stoppen. Einen überzeugten Nazi bekehren, macht nicht viel Sinn, aber ihm keinen Raum geben, allemal. Insofern muß man auch der Überwachung jener AfD durch den Verfassungsschutz zustimmen, wenn eine Sahra Wagenknecht dies negiert und herunterspielt, darf sie sich nicht wundern, wenn ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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