Apollo 11 Mondfahne spurlos verschwunden


Erster kosmischer Diebstahl

Die Menschheit blickte entsetzt gen Mond, obwohl niemand dermaßen scharfe Augen haben konnte, auch nur ansatzweise irgend etwas auf dem einzigen Erdtrabanten zu sehen, geschweige eine vor bald fünfzig Jahren aufgestellte US-amerikanische Fahne. Aber sie schaute trotzdem gebannt und sorgenvoll hin, machte sich so ihre Gedanken, rätselte, wer wohl dahinter stecken könnte.

Für sämtliche Verschwörungstheoretiker war der Fall ohnehin schon weit vorher völlig klar gewesen, kein Astronaut, und schon gleich gar kein US-amerikanischer hatte ihrer Meinung nach jemals den Mond betreten und somit auch keine Fahne dort zurückgelassen. Selbst die anderen noch auf dem Mond verbliebenen fünf Fahnen seien lediglich ein simples Spiel der Täuschung gewesen. Für den weitaus großen Teil der Weltbevölkerung aber stand jetzt fest: Mit der verschwundenen Apollo 11 Mondfahne handelte es sich hierbei um den ersten kosmischen Diebstahl!

Besonnen ausgereift durchdachter Handlungsbedarf war nunmehr vonnöten, um alles daran zu setzen, die Diebe zu entlarven, aufzuspüren und der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Natürlich fühlten sich insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika aufgerufen, daß damals erstmalig in den Mondboden gerammte Symbol menschlichen Genies, den uralten Menschheitstraum, nicht den Mann im Mond zu treffen, sondern vielmehr selbst ihn zu betreten, schnellstmöglich wieder zu finden. Und so traf man sofort erste Entscheidungen. Eine Special-Taskforce-Luna-Banner-Mission, kurz die STLBM wurde ins Leben gerufen. Von Beginn an herrschte eine absolute Nachrichtensperre und Geheimhaltung, und so entschied der US-amerikanische Präsident Mick Ronny, der erst kürzlich ins Weiße Haus eingezogen war, die Oberbefehlsgewalt für sich in Anspruch zu nehmen, was niemand ernsthaft anzweifelte.

Selbstverständlich hatten im Vorfeld die USA sämtliches Filmmaterial gesichtet, die anderen Plätze aus der Ferne begutachtet, wo mit den Apollo-Missionen (12, 14, 15, 16 und 17) ebenfalls jeweils eine Fahne aufgestellt und gehisst worden waren. Aber keinerlei Indizien ließen sich entdecken, jede neue Spur wäre sofort aufgefallen, zumal kein Kosmossturm jemals ein Mondsandkorn aufgewirbelt hatte, der Trabant wurde von solchen Stürmen eben erst gar nicht heimgesucht.

Specialagent Fred Thornton, Leiter der STLBE, stellte sich seinem Team vor. Sämtliche Bewegungen, alles was sich innerhalb der Mission abspielte, wurde stets mit der Kamera begleitet, sollte späteren Unklarheiten, aber auch als Anschauungsmaterial für zukünftige Missionen dienen. Die Menschheit hatte mit dem Betreten des Mondes 1969 längst die Tür zum All geöffnet, der Diebstahl stellte sich als unverkennbares Indiz heraus, daß da noch andere Spezies auf sie warteten.

„Ausschweifende Reden sind so gar nicht mein Fall. So komme ich auch gleich zum Punkt“, eröffnete Thornton seinem neuen Team, „in wenigen Stunden sitzen wir allesamt im Shuttle mit Kurs zum Mond, um uns ohne Umschweife gezielt und direkt auf die Suche zu begeben. Ihnen allen lag der kurze, straff verfaßte Bericht vor, ein jeder weiß, was zu tun ist, kennt sein Aufgabengebiet. Ich wünsche uns eine gute Zusammenarbeit, und falls noch Fragen sind, dann bitte ich jetzt darum, sie vorzutragen, damit keine Unklarheiten herrschen.“ Die meisten kannten Fred und sich ebenso untereinander, bis auf wenige ganz speziell Geschulte, insbesondere für außergewöhnliche Herausforderungen, wie z.B. Ellen Ripey, die Biologin, die auf außerirdisches Leben spezialisiert war. Skeptisch schaute sie in die Runde und meldete sich zu Wort.

„Mr. Thornton“, begann sie, wurde aber sofort von ihm mit der Bemerkung unterbrochen, daß hier im Team sich doch alle duzen mögen, angesichts der sehr persönlichen Nähe, auf solch engem Raum habe das wesentlich mehr Vorteile, schaffe schnell besseres Vertrauen.

„Oh ja, selbstverständlich, du hast Recht“, bestätigte Ellen ihn, „was sind die Optionen im Falle einer Begegnung der neuen Art, verfahren wir dann nach Handbuch oder aber entscheiden wir der Situation entsprechend, was gleichzeitig auch bedeutet, daß einer von uns gezielte Entscheidungen treffen muß, ohne vorherig den Teamleiter um Zustimmung fragen zu müssen. Das könnte sich als existenzielle Frage herausstellen, die jetzt am besten zu klären ist, oder?“, fuhr sie fort und schaute ihm herausfordernd direkt in die Augen. Thornton stimmte ohne Umschweife zu, da sie natürlich vollkommen Recht hatte, in solch Extremsituationen war Erfahrung, Wissen und eine große Portion hilfreiche Intuition vonnöten, die Ellen allemal mitbrachte und kein Autoritätsgehabe. Das Team atmete hörbar erleichtert auf.

Stunden später befanden sie sich längst im All, der Mond rückte deutlich sichtbar näher. Aber gleichzeitig wurden auf Mutter Erde sämtliche Register gezogen, um vielleicht doch noch den Verlust dieser prestigeträchtigen Fahne abzuwenden, sie wiederzufinden, vielleicht war sie dreist und unbemerkt geklaut worden von einer anderen Nation. Niemand startete einfach so eine dermaßen aufwendige Mission, ohne alles auf Erden versucht zu haben. Dennoch verblieben Restzweifel. Könnte etwa die Volksrepublik China oder die Russische Föderation dahinterstecken, vielleicht auch die Republik Indien? Diese Ungewißheit war eigentlich unerträglich für alle Betroffenen.

Die Fähre setzte auf, das Team wollte nunmehr vor aller Weltöffentlichkeit seine unverkennbare Kompetenz unter Beweis stellen, als plötzlich Eric Bridgestone, der als erster aussteigen sollte, auf die Stelle schaute, wo vorher die Apollo 11 Mondfahne gesteckt hatte, und lauthals stotternd aufschrie: „Die die Fahne, da liegt sie do…doch im Staub!“ Niemand rührte sich vor Ort, im Hintergrund herrschte aufgeregtes Geplapper, die nachfragenden Funkstimmen des Raumfahrtzentrums in Houston überschlugen sich, die meisten dachten, sie hätten sich verhört. Doch es stand fest, die Fahne befand sich immer noch auf dem Mond. Ein wenig später löste sich das Rätsel, wie es geschehen konnte, daß die Fahne ohne Sturm, ohne menschliche Berührung einfach hatte umfallen können. Die abhebende Apollo 11 Fähre war der Fahne zu nahe gekommen.

Mission erfolgreich beendet, alle Verschwörungstheoretiker durften sich wieder anderen Themen widmen, die erste Mondlandung aus dem Jahre 1969 hatte sich tatsächlich so abgespielt, wie alle Welt es an den Fernsehbildschirmen sahen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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2 Antworten zu Apollo 11 Mondfahne spurlos verschwunden

  1. wolfgang fubel schreibt:

    Das Entsetzen muß groß gewesen sein, als sie bemerkten, dass der Mond nur 150 km Durchmesser hatte! Das hat alle ihre Pläne durcheinander geschmissen! Nur hat sie das nicht davon abgehalten, uns weiterhin mit ihren Lügen zu belästigen!

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  2. Anarchrist schreibt:

    Lach 😀

    Ich habe die ASCII-Werte des Artikels und der offiziellen NASA-Mondgeschichte mal quersummiert und bin so auf die Zahl 18 gestossen, die Initialien Adolf Hitlers. Das ist der eindeutige Beweis, dass der Mond schon lange besiedelt ist.

    Als man damals überall zu hören bekam, dass die Nazis nach Südamerika geflohen seien, war mir sofort klar: Sie haben sich in die andere Richtung aufgemacht, und zwar nach China. Der dortige Kommunismus war die perfekte Tarnung. Von dort aus haben sie schon in den 1960ern die dunkle Seite der Mondscheibe besiedelt, ein in Wirklichkeit nur so vor Leben strotzendes Paradies in dem Blutwurst und Sauerkraut fliessen und jeder Mensch seine eigene Eva hat.

    Der Fehler von NASA und den sogenannten Wissenschaftlern, die sowieso immer nur mit Theorien arbeiten, also auf Basis der Fantasie, ist folgender: Sie verstehen nicht, dass die Mondscheibe von unten zwar extrem klein ist, die andere Seite aber riesig ist. Sie ist sogar grösser als die kreisrunde Fläche unserer Erde. Das hat Gott so gemacht, weil wegen Perspektive. Nur wir echten Vollblut-Truther sind in der Lage das zu erkennen, denn wir verfügen über die dafür notwendige Intellenz und geeigneten Werkzeuge. Nur wenn der Zeigefinger perfekt zur eigenen Nasenhöhle passt, hat man eine Chance. Das Nase-Finger-Popel-Paradoxon belegt das wissenschaftlich.

    Dass der chinesische Staat aktuell Mondmissionen durchführt dient nur der Verschleierung, da die unermesslich wertvollen Erkenntnisse der Flat Earth Community das neue Paradies in Gefahr bringen könnten. Einige von uns bauen schon eigene Raketen und andere wie ich, haben ihre wissenschaftlichen Instrumente schon für den baldigen Abflug in ein handliches Bündel geschnürt: Platter Fußball, eine Schnur, 2 Wasserflaschen (eine davon mit Urin gefüllt, denn auf dem Mond muss man schliesslich auch auf die Toilette gehen), Taschenlampe, Nikon P900, Gummibärchen und Dominosteine.

    Die auf der Flaggen-Mission von Eric Bridgestone angeblich wiedergefundene Flagge ist übrigens nicht das Original, sondern eine getarnte Bodenluke, die genau wie die Flagge aussieht. Das hat sich Hitler ausgedacht, um sie für den Fall einer biblischen Flut auf dem Mondparadies als Abfluss benutzen zu können. Der Führer kann nämlich nicht schwimmen mit soviel Ego im Gepäck. Dieses fast unendlich grosse Ego verbiegt überall die Traumzeit und schafft so die Illusion von Krümmung und Gravitation. Daher sieht es auch so aus, als würden Schiffe hinter dem Horizont verschwinden.

    Wenn wir erst unser eigenes Wurmloch haben und Lust dazu, werden wir auf die andere Seite der Eiswand reisen und den Mond weiter besiedeln und dann werdet ihr schon sehen, was ihr von eurer Wissenschaftsreligion habt. Dann müsst ihr eure Arbeit selber erledigen. Einfach nur im Sessel sitzen und Geld kassieren ist dann nicht mehr!

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