Flüchtlinge alles andere als kriminell


Die größten Verbrecher sind Industriestaaten Manchmal, und das zunehmend immer öfters, kann einem nur noch der Kragen platzen angesichts weltweiter Heuchelei, die gen Himmel stinkt. Ganz besonders was die dummdreiste Frechheit der Neuen Rechten anbelangt, Flüchtlinge dermaßen zu kriminalisieren, Asylheime anzuzünden, Hetzjagden gegen Ausländer zuzulassen, bis hinein in den Deutschen Bundestag diesen ekelhaften Haß auch noch zu rechtfertigen. Dabei wird schonungslos ebenso seitens offizieller Politik völlig ungeniert ein dermaßen harter Kurs verfolgt, Jean-Claude Junckers Anmahnung verdeutlicht dies, daß man sich nur noch wundern kann, wer hier wen hinters Licht führen möchte. Sehr wahrscheinlich allesamt ganz gezielt sich gegenseitig, einerseits die Hardliner Italien, Ungarn und Österreich, andererseits die EU selbst nebst bundesdeutscher Politiker wie ein Herr Seehofer. Insofern muß man in erster Linie die Industriestaaten als die größten Verbrecher betiteln. Übertrieben? Keineswegs. Fluchtursachen werden weiterhin lieber unter den Teppich gekehrt Allen voran nämlich diese nahezu grenzenlose Ausbeutung, Aufrüstung bis hin zu bewußt herbeigeführten Konflikten, die oftmals zu Kriegen eskalieren. Mit Blick gen Jemen z.B., wo laut UN-Bericht rund 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, weltweit ca. 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Während die Festung Europa weiterhin standhält trotz etlicher Opfer im Mittelmeer, Schleueser nach wie vor ihre üblen Geschäfte ausüben, schaut es auch in Amerika nicht viel besser aus, erst recht nicht unter jenem Herrn Trump, dessen Rassismus widerlicher denn je sich austobt. Neben etlichen Lügen und Fakenews, die er selbst täglich von sich gibt, setzt er beim jüngsten Vorfall noch einen drauf, in dem er den Demokraten die Schuld am Tod von Flüchtlingskindern gibt. Genau, Humpty-Trumpty sat on his wall, fördert mit ihr erst recht jenen Krawall. Chancen aus diesem Dilemma? Unbedingt. Doch der politische Wille greift nicht entscheidend genug, solange jene Kräfte perfider Vorverurteilung sich austoben dürfen, Integration viel zu wenig real greift, Flüchtlinge zusammengepfercht obendrein mißhandelt werden, Industriestaaten ihre Politik knallharter Geschäftspraxis völlig ungeniert und ungehindert fortsetzt. Märkte vor Ort brechen weg, Monokulturen belasten die Umwelt, Hauptsache der ahnungslose Verbraucher in den Industriestaaten frönt seinem Konsum, während Entwicklungs- und Schwellenländer der Ausbeutungsmaschinerie ausgesetzt bleiben. Da braucht sich somit niemand wundern, daß in Stich Gelassene sich auf den Weg machen, flüchten, auch wenn sie viel lieber in ihrer Heimat ohne Not leben möchten. Lotar Martin Kamm Kategorie: Meinung

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Die größten Verbrecher sind Industriestaaten

Manchmal, und das zunehmend immer öfters, kann einem nur noch der Kragen platzen angesichts weltweiter Heuchelei, die gen Himmel stinkt. Ganz besonders was die dummdreiste Frechheit der Neuen Rechten anbelangt, Flüchtlinge dermaßen zu kriminalisieren, Asylheime anzuzünden, Hetzjagden gegen Ausländer zuzulassen, bis hinein in den Deutschen Bundestag diesen ekelhaften Haß auch noch zu rechtfertigen.

Dabei wird schonungslos ebenso seitens offizieller Politik völlig ungeniert ein dermaßen harter Kurs verfolgt, Jean-Claude Junckers Anmahnung verdeutlicht dies, daß man sich nur noch wundern kann, wer hier wen hinters Licht führen möchte. Sehr wahrscheinlich allesamt ganz gezielt sich gegenseitig, einerseits die Hardliner Italien, Ungarn und Österreich, andererseits die EU selbst nebst bundesdeutscher Politiker wie ein Herr Seehofer. Insofern muß man in erster Linie die Industriestaaten als die größten Verbrecher betiteln. Übertrieben? Keineswegs.

Fluchtursachen werden weiterhin lieber unter den Teppich gekehrt

Allen voran nämlich diese nahezu grenzenlose Ausbeutung, Aufrüstung bis hin zu bewußt herbeigeführten Konflikten, die oftmals zu Kriegen eskalieren. Mit Blick gen Jemen z.B., wo laut UN-Bericht rund 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, weltweit ca. 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind.

Während die Festung Europa weiterhin standhält trotz etlicher Opfer im Mittelmeer, Schleueser nach wie vor ihre üblen Geschäfte ausüben, schaut es auch in Amerika nicht viel besser aus, erst recht nicht unter jenem Herrn Trump, dessen Rassismus widerlicher denn je sich austobt. Neben etlichen Lügen und Fakenews, die er selbst täglich von sich gibt, setzt er beim jüngsten Vorfall noch einen drauf, in dem er den Demokraten die Schuld am Tod von Flüchtlingskindern gibt. Genau, Humpty-Trumpty sat on his wall, fördert mit ihr erst recht jenen Krawall.

Chancen aus diesem Dilemma?

Unbedingt. Doch der politische Wille greift nicht entscheidend genug, solange jene Kräfte perfider Vorverurteilung sich austoben dürfen, Integration viel zu wenig real greift, Flüchtlinge zusammengepfercht obendrein mißhandelt werden, Industriestaaten ihre Politik knallharter Geschäftspraxis völlig ungeniert und ungehindert fortsetzt.

Märkte vor Ort brechen weg, Monokulturen belasten die Umwelt, Hauptsache der ahnungslose Verbraucher in den Industriestaaten frönt seinem Konsum, während Entwicklungs- und Schwellenländer der Ausbeutungsmaschinerie ausgesetzt bleiben. Da braucht sich somit niemand wundern, daß in Stich Gelassene sich auf den Weg machen, flüchten, auch wenn sie viel lieber in ihrer Heimat ohne Not leben möchten.

Lotar Martin Kamm

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