WortBruch


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Was mußt’ ich wieder lesen,
freiwillig war’s gewesen.
Wörter sind zu finden,
neu kreierte, ich am Grinsen,
um bessere Ausdrücke zu formen,
weg von den alten Normen,
die Namen, die vergeben sind,
wie angelaufene Gläser, blind,
stand da geschrieben,
ein wenig übertrieben,
ich liebe dich,
klingt altmodisch,
unmodern,
lebensfern.

Heute liebt man nicht,
du bist mir verinnerlicht,
empfinde ich dich,
oder so ähnlich
drückt man sich aus,
Flöhe jagen jetzt die Maus.
Zur besonderen Betonung
gibt’s als Reizbelohnung
einen Großbuchstaben
mitten im Wort, zum Laben
am exotischen BlickGenuß,
Bello nicht pinkeln, BeiFuß,
wächst auf dieser Wiese,
ich erleb’ eine VerstehKrise.

Die Gries ist rot und saftig,
der Wurm drin, weiß, gesättigt.
Poliert außen, spiegelnd blank,
WurmFraß Kirschgriese krank.
Mansche Pansche, juchheißa,
Don Quijote und Sancho Panza
üben sich als WindmühlenBekämpfer,
Worte sahnen ab BedeutungsDämpfer
durch WortErsinnerungsSucher,
die Begriffvielfalt betrachten als Wucher.
Eine Narretei greift um sich, die Wortkopulation,
vergleichbar mit Genmanipulation,
ein Wettstreit über bessere Ausdruckweisen,
das Ziel dadurch ihr verpaßt, mit dem Wort zu reisen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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