Weltuntergang: Henkersmahlzeit oder rechtzeitige Rückbesinnung?


https://pixabay.com/de/steampunk-apokalypse-cyberpunk-2983171/

pixabay.com

Ignoranz findet stets Wege voller Ausreden

Jedwedes Leben kaum entstanden oder geboren, blickt am Ende dem Tod entgegen, ganz so wie die Schöpfung es vorgesehen, ob nun nüchtern betrachtet oder durch religiöse Glaubensbekenntnisse. Kein Wunder, daß der Mensch von Beginn an, gerade mal zu Verstand gekommen, die Geheimnisse des Lebens zu ergründen, versuchte, in dem er auch nach den ersten „Gehversuchen“ überhaupt die Welt zu verstehen, schon daran zweifelte, sie würde ewiglich existieren: der Gedanke zum Szenarium eines Weltuntergangs ward gefunden.

Der Ursprung dieser Erkenntnis liegt folglich schon sehr lang zurück, während nunmehr der Mensch an der Schwelle steht, seine Henkersmahlzeit einnehmen zu müssen, da viele Anzeichen eines bevorstehenden Weltuntergangs sich offenbaren. Kann und wird er eine rechtzeitige Rückbesinnung einleiten, um noch zu retten, was zu retten ist?

Horrorszenarien zwischen alten Mythen, Religionen und Science Fiction

Sowohl in der Antike, und dort von Philosophen, als auch in der indogermanischen Zeit gab es bereits erste Weltuntergangsszenarien, denen sich die Denker widmeten, während die Völker selbst mit dem Überleben beschäftigt waren, sei es durch kriegerische Völkerwanderungen, Epidemien oder Naturkatastrophen. Der Gedanke der Endlichkeit mit dem Weltuntergang pflanzte sich fort, ob nun im Jüngsten Gericht des Judentums, Christentums oder des Islams. In der Ragnarök , dem „Schicksal der Götter“, der nordischen Mythologie, was hierzulande mit der „Götterdämmerung“ übersetzt wurde, wird ebenso der Weltuntergang prophezeit.

Und das ganze Ausmaß menschlicher Phantasien können wir inzwischen längst in Büchern lesen oder in Filmen sehen, denken wir nur an die Science-Fiction-Szenarien, seien es Außerirdische, die nach den Vorstellungen menschlichen Daseins ebenso zerstörerisch-aggressiv auftreten, den unbedachten selbst herbeigeführten nuklearen Kriegen, bis hin zu Naturkatastrophen unbekannt zerstörerischer Größenordnung. Die Vernichtung allen Seins vor Augen, ob nun erdacht oder durch Mythen und Religionen prophezeit, lebt Mensch vor sich hin, weder ein Club of Rome noch ein WWF bringen ihn aus der Ruhe. Die Frage muß gerade deshalb kritisch lauten: Warum wird nur halbherzig gehandelt trotz des Wissens, mit der Ignoranz sämtlicher Erkenntnisse?

Die Maya, die Hopi, die Propheten und nüchterne Naturwissenschaft

Den Satz der Cree vor Augen, egal wessen Ursprungs, allein die Aussage soll ausschlaggebend sein, wissen wir Menschen nur zu genau, wohin grenzenloser Raubbau auf Erden führt, wenn wir dem nicht Einhalt gebieten. Lange vor den Maya wiesen die Hopi darauf hin, was uns allen bevorsteht, unabhängig davon, daß inzwischen Forscher den ältesten Maya-Kalender entdeckten, so daß der für den Dezember 2012 vorhergesagte Weltuntergang ausblieb. Aber auch Weissager wie der „schlafende Prophet“, Edgar Cayce, oder der viel bekanntere Nostradamus legten sich genau so wenig auf ein Datum oder Zeitraum zum Weltuntergang fest. In dieser Hinsicht verhielten sie sich eigentlich genau so nüchtern wie die Naturwissenschaft selbst.

Diese jedoch bestreitet keineswegs die möglichen Gefahren, die Mutter Erde bevorstehen könnten, wenn sie denn eintreten. In ganz ferner Zukunft soll sich bekanntlich die Sonne zum roten Riesen entwickeln, die übergroße Hitze sämtliches Leben auf Erden dann vernichten. Ob Supernova, Gammablitz oder andere Heimsuchungen aus dem Kosmos, die Möglichkeiten einer Zerstörung, die zum Weltuntergang führt, sind allemal gegeben. Sollte der Yellowstone-Vulkan tatsächlich in absehbarer Zeit seine Verschnaufpause von etwa 600.000 bis 700.000 Jahren nunmehr erreicht haben, dürfte ein erheblicher Teil des Lebens auf Erden infolge des Ascheregens, des Rauches und der Abkühlung sein dramatisch schnelles Ende finden.

Hoffnung trotz wahrscheinlicher Apokalypse?

Dennoch die größte Gefahr des Weltuntergangs liefert Mensch selbst. Das Ganze sehr schnell vonstatten geht oder aber langsam erbärmlich schleichend, den Endzeitszenarien sind mittels menschlicher Bösartigkeit nahezu keine Grenzen gesetzt. Daher taucht als Lichtblick am Horizont die verzweifelte Frage der Rückbesinnung auf. Helfen hierbei tatsächlich Anmahnungen, düstere Visionen, schnell als machbar entlarvt, hektisch herbeigerufene, weltweit organisierte Treffen?

Jeder Strohhalm sollte ergriffen werden, auch wenn es noch so aussichtslos ausschaut, trotz Hinauszögern das düstere Bild einer Apokalypse sich bewahrheiten wird. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, doch allein damit ist es eben nicht getan. Wir sollten uns aufgerufen fühlen, im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten nicht tatenlos zuzuschauen, wie der Blaue Planet zerstört wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Weltuntergang: Henkersmahlzeit oder rechtzeitige Rückbesinnung?

  1. Habnix schreibt:

    Wenn die ganze Erde eine Stadt wäre, dann wäre die Erde eine Wüste.

    Liken

  2. Frank Frei schreibt:

    Angst ist eine wesentliche Triebfeder dieses menschlichen Zusammenlebens. Niemand würde wohl Teile seiner täglichen Arbeit an andere abtreten ohne Angst. Ohne Angst würde wohl niemand genau das tun, was ein völlig Fremder hunderte Kilometer weit weg bestimmt. Ohne Angst wären die Menschen frei.

    Liken

    • Anarchrist schreibt:

      „Angst ist eine wesentliche Triebfeder dieses menschlichen Zusammenlebens.“
      Angst ist ein Schutzmechanismus und somit genau das Gegenteil von „Triebfeder“.

      „Niemand würde wohl Teile seiner täglichen Arbeit an andere abtreten ohne Angst.“
      Schonmal was von Empathie und Solidarität gehört?

      „Ohne Angst würde wohl niemand genau das tun, was ein völlig Fremder hunderte Kilometer weit weg bestimmt.“
      Schonmal was von Rationalität und Expertenwissen gehört? Welche Nationalität die Experten haben und wo sie sind, ist vollkommen irrelevant.

      „Ohne Angst wären die Menschen frei.“
      Ohne Angst wäre die Menschheit sofort nach ihrem erwachsen gleich wieder ausgestorben.

      Total frei = tot

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.