Heißzeit Wort des Jahres 2018


https://pixabay.com/de/wolf-tier-wild-hund-j%C3%A4ger-697736/

pixabay.com

In Fronkreisch herrschen schlimmere Zeiten als die Eiszeit

Also jetzt mal Butter bei die Fische, das schlägt doch dem Faß den Boden aus, was reitet da so manche Jury durch Nacht und Nebel geschwind? Es ischt die GfDS in Wiesbaden, die sich für Heißzeit als Wort dieses Jahres entschied, verwechseln Sie bloß net dieses „fD“ in einem anderen Kontext, jene Partei hat sowieso fertig.

Dem Klimawandel zolle man auf diese Weise Respekt, weil im laufenden Jahr es doch so trocken und heiß gewesen sein soll. Sprache sinnbildlich unberechenbares verdeutlicht, wobei besonders die Klimawandelleugner schwer beleidigt sich hintergangen fühlen werden. Allen voran jener blonde Dolle, der ohnehin jeden Anlaß nimmt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Gelbwesten mischen Fronkreisch seit einem Monat auf, Humpty-Trumpty meint, Gelbwesten würden gegen das Pariser Abkommen aufmucken, er hört gar Stimmen seinen Namen rufen. Ja, wo sind wir denn? Mr. Präsident per Halluzinationen unterwegs? Im Grunde nicht weiter verwunderlich. Was hierzulande als Heißzeit deklariert, der Franzose Eiszeit nennt, weil er das „H“ nicht aussprechen kann, wenn ein Vokal folgt. Ups, Verwirrung nimmt ihren Lauf.

Spekulationen ungeahnten Ausmaßes tun sich auf, am Ende schiebt der US-Choleriker den Franzosen die Schuld in die Schuhe, kurz vor dessen Amtsenthebungsverfahren, da Eiszeit mit Heißzeit zum Verwechseln ähnlich, er deshalb Krawalle mißgedeutet habe? Aber lassen wir das mal lieber, verrückt genug, was sich da auf weltpolitischen Parkett ergibt!

Letztjährig herrschte noch Einfallslosigkeit mit dem „Jamaika-Aus“ als Wort des Jahres. Seit wann taxiert die Menschen das Versagen deutscher Politik, die einer Beachtung bedarf? Bullshit, welches gleichzeitig die Dekadenz jener Jury widerspiegelt. Da bringt Heißzeit wenigstens mehr Elan auf, schläfrige Gehirnzellen zu mobilisieren. Im übertragenen Sinn blicken wir ohnehin heißen Zeiten entgegen, ob mit oder ohne Klimawandel.

Die einen schauen nach draußen, stellen fest, das Wetter ist, was es ist: kalt, warm, naß oder trocken, stürmisch oder Flaute auf hoher See. Die anderen bemerken zunehmende Wetterextreme, die keineswegs als normal zu werten sind. Menschenverursacht, da unsere Spezies den Hals nie voll genug bekommen kann, zumindest all jene, die am Rad der Ausbeutung drehen, wie sowieso seit jeher geschehen. Das will nur nicht jeder sehen.

Was nutzen weitreichende Erkenntnisse, wenn Ignoranz obsiegt? Sprache vermag Brücken zu bauen, Wege zu zeigen, inwieweit wir versagen, versäumen oder vor uns hinträumen, Beobachtungen in den Wind schießen, weil die Trägheit des Geistes zu vieles ausbremst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Satire abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.