Plastikmüll: Malaysias Import löst keinerlei Probleme


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Halbherziges Vorgehen seitens Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Kunststoffe revolutionieren seit Jahrzehnten unseren technischen Fortschritt, in sämtlichen Lebensbereichen erfüllen sie zweckdienlich wichtige Aufgaben, haben oftmals andere Stoffe wie Stahl oder Bleche ersetzt, denken wir z.B. an die Autoindustrie oder den Hausbau. Im Lebensmittelbereich und damit einhergehender Verpackungsmittel erfolgt eine schier unübersehbare Steigerung, die zunehmend unsere Umwelt, insbesondere die Meere belasten.

Möglichst weit weg mit dem Plastikmüll, sodaß dieser nicht vor Ort stören kann. Genau jene Denkweise führt zu solch Entscheidungen, die vor allem von Industriestaaten wie den USA, Japan, Großbritannien oder hierzulande beschlossen werden, den eigenen Plastikmüll nach Malaysia zu verschiffen. 754.000 Tonnen sollen es allein von Januar bis Juli in diesem Jahr gewesen sein. Doch mit „Weg mit dem Müll“ kann es nicht getan sein, zumal dieser die Bevölkerung und Umwelt in Malaysia extrem belastet.

Chemieexperte fordert weniger Produktion von Kunststoffen

Und das in einer Welt, die sich technische Errungenschaften nicht einfach nehmen lassen wird, weil Kunststoffe so herrlich bequem den Alltag scheinbar versüßen, gleichzeitig in bestimmten Bereichen tatsächlich von hohem Nutzen, nicht mehr wegzudenken sind. Die große Herausforderung wird eine klare Analyse sein, wo immer eine Reduzierung möglich wäre bis hin, Kunststoffe tatsächlich zu vermeiden, denken wir an viel unsinniges Verpacken im Lebensmittelbereich, weg vom Müll, hin zum Verzicht, so der Ansporn von beherzten Umwelschützern.

Manfred Santen, Experte für Chemie bei Greenpeace Deutschland, nimmt die Bundesregierung in die Pflicht, sein Appell richtet sich daher an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, deren Fünf-Punkte-Plan zur Vermeidung von Plastikmüll nicht weit genug geht, mit Absichtserklärungen der Hersteller von Wegwerfplastik wird es längst nicht getan sein. Wir wissen doch, daß einfach weiter produziert wird, was interessiert hinterher eine belastete Unwelt.

Plastikmüll inzwischen ein weltweites Problem – mehr Recycling fördern

Welches die Menschheit nicht in den Griff bekommen wird, sollte sie weiterhin dermaßen halbherzig die riesigen Mengen an Plastikmüll zulassen. Naheliegend, daß das Recycling vorangetrieben werden muß, nur knapp zehn prozentig umweltgerechtes sind zu wenig, da wäre noch viel mehr drin, wenn die verantwortliche Politik dies endlich auch umsetzen würde.

„Das größte Problem mit dem Fortschritt ist – auch die Nachteile entwickeln sich weiter.“ (Ernst Ferstl)

Dies aber möchten viele nicht wahrhaben. Dazu dient letztlich die Ablenkung, die mittels technischem Erfindergeist sich mühelos umsetzen läßt. Welch Trugschluß!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Eine Antwort zu Plastikmüll: Malaysias Import löst keinerlei Probleme

  1. Anarchrist schreibt:

    Eh sich niemand Kanzleramtgelaende, Stadien, und Einkaufstempel vornimmt, um sie bis zur Oberkante mit Muell aufzufuellen, passiert in diesem Lande garantiert nichts. Verbraucher in weiten Teilen und Industrie sind beide gleichermassen beteiligt.

    Die von unserer Politk installierten Paradigmen ‚Ewiges Wachstum‘, ‚Identitaet durch Konsum‘, ‚Solange es mir gut geht, werde ich gar nichts aendern‘ und ‚Aus den Augen, aus dem Sinn‘ sind nicht mehr auf gemaessigtem Wege zu stoppen.

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