Trotziges Einerlei beim G20-Gipfel


https://pixabay.com/de/figur-mann-fernglas-zaun-gag-2687801/

pixabay.com

Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Welch Hype bei jenem G20-Gipfel, der alles andere als positiv bewertet werden kann. Auf der einen Seite erneut völlig berechtigte Proteste, andererseits nahezu lächerliche Lippenbekenntnisse der G20-Staaten, die Welt sicherer gestalten zu wollen. Die Realität offenbart keine rosige Zukunft, zumal allen voran jene USA mit diesem „blonden Dollen“ den Nationalismus sich auf ihre Fahnen schreiben, was erst recht manch Schurkenstaat dazu verleitet, kriegerische Absichten zu verfolgen, die eigene Bevölkerung zu tyrannisieren.

Von einem friedlichen Miteinander kann kaum noch die Rede sein, wenn ein Herr Putin diesen Kronprinz Salman kumpelhaft begrüßt, obwohl jene saudische Eminenz höchstwahrscheinlich Jamal Khashoggi ermorden ließ. Genauso wenig, weil sowohl der US-Westen als auch Russland alles daran setzen, den Ukraine-Krieg nicht zu beenden, Provokationen, wohin das Auge reicht, leidtragend die Menschen vor Ort. Mit Blick gen Syrien ganz zu schweigen.

Kriegerische Konflikte nehmen eher zu, das Elend und die Armut in der Welt erst recht, während eine stetige Elite der Superreichen sich jedweden Luxus gönnt, um per Mediengeplänkel sich selbst zu beweihräuchern. Dieser G20-Gipfel wird zu Recht zutiefst kritisch betrachtet, weil er einem Drama gleicht, nur daß die Tragik der Geschehnisse Menschen real belastet und keine andächtigen Zuschauer in einem Theater.

Die mediale Aufmerksamkeit mit Blick zu Frau Merkel, die wohl die europäisch stärkste Wirtschaftsnation politisch vertritt, offenbart einen kläglichen Strohhalm möglicher Errungenschaften, die letztlich ausbleiben angesichts trotziger Haltungen der drei Supermächte. Die USA, Russland und VR China agieren in einer anderen Liga als die restlichen 17 Staaten, da sie den Lauf der Geschichte letztlich entscheidend mittragen.

Ein Verharren auf der Stelle bei gleichzeitiger Aufrüstung, schleppende Vorgehensweise beim Klimawandel, fortsetzendem Raubbau sämtlicher Ressourcen, Mißachtung der Umwelt, was geplante AKWs anbelangt, die Ignoranz zum Plastikmüll, die Vernichtung der Wälder, die Fortsetzung von Monokulturen. Alles Indizien mit zerstörerischer Wirkung, die nur eines im Sinn haben, nämlich die eigene Macht auszubauen, das Wohl von Mensch und Umwelt keineswegs berücksichtigt.

Daher kann der kritisch Denkende nur bemerken, daß solche Gipfel einer Alibi-Vorstellung gleichen, die in Wirklichkeit eben keine Fortschritte zum Positiven bewirkt. Wäre dem so, müßten sichtbare Veränderungen zum Besseren sich ergeben. Das Gegenteil ist wie beschrieben der Fall.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Meinung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Trotziges Einerlei beim G20-Gipfel

  1. wolfgang fubel schreibt:

    Dieser sogenannte Gipfel, ist die Größte Ansammlung von Verbrechern und Berufskriminellen,
    die die Welt je gesehen hat. Ob nun Putin diesen Menschenschlächter aus Saudiarabien kumpelhaft begrüßt. oder nicht, was spielt das für eine Rolle, solange die Waffengeschäfte für Einige in der Westlichen „Wertegemeinschaft“ unglaublichen Reichtum mit sich bringt ist doch alles in Butter!
    Berufsverbrecher aller Länder vereinigt Euch, Zu Euren Wohl und den Niedergang der Menschheit!

    Gefällt mir

    • Anarchrist schreibt:

      Putin ist Praesident der Russ. Foederation, welche auch fleissig verdient am ganz grossen Waffengeschaeft, Putin mag Waffen und Militaer. Ich verwette meinen Hut darauf, dass der ‚gute‘ Mann seine Millioenchen auch in der Ruestungsindustrie gewinnbringend ‚geparkt‘ hat.

      Daher ist er genauso Teil des grassierenden Militarismus und in objektiven Betrachtungen zu nennen.

      Dass man in der Diplomatie auch mit Verbrechern wie Bin Salman reden muss, steht ausser Frage, aber kumpelhaft auf Tuchfuehlung zu gehen, hat einen enorm bitteren Geschmack.

      „Hey, psssst, Kumpel. Wenn dir die anderen keine Waffen mehr verkaufen wollen, komm einfach zu mir.“

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.