Neue Töne


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Lutz hat sich verfahr´n,
nicht mit der Bahn,
nicht mit einem mobilen Untersatz,
wegen dem Vogel, wegen dem Spatz.

Bemerkt hat er´s selbst nicht,
so ein Vogel hat ja fast kein Gewicht,
nachdem er öfters, bei dir piept´s, hörte,
ihn dies nicht sonderlich weiter störte.

Erst als immer mehr es wagten,
nicht nur hinter vorgehaltener Hand sagten,
du hast im Schrank nicht alle Tassen,
nahm er selbst Geräusche wahr, ist es zu fassen.

Ein Kling, ein Gong, ein Pieps, ein Geschnatter,
vermutlich, wahrscheinlich, da ein Gedankengatter.
Eine Idee, eine Erinnerung, eine Warnung, Zweifel,
anstatt auf dem Eiffelturm landete er in der Eifel.

Glaubt, Hengste leben nur auf Bergen,
Stuten darf man nur im Garten beherbergen,
vergißt, nach dem Pinkeln meistens zu spülen,
liebt es, bei anderen die Schubladen zu durchwühlen.

Sicher will er gehen, alles sei unter Dach und Fach,
so wie bei ihm ständiges Ordnen, das ist seine Sach´.
Galt Lutz früher als pedantisch, aufdringlich, fahrig,
seit er dem Spatz neue Töne beibringt, haben alle vor ihm Panik

Nafia

Kategorie: Gedichte

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