Heureka! – ich habe es gefunden


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Grenzenlos erst recht in unseren Köpfen

„Heureka, ich habe es gefunden“. Wer kennt diesen Ausspruch nicht, der von Archimedes von Syrakus, nackt schreiend und durch die Straßen laufend, ausgerufen wurde, als er durch eine plötzliche Eingabe das nach ihm benannte „archimedische Prinzip“ erkannt hatte.

Wem geht es nicht manchmal so, daß urplötzlich der Name eines Schauspielers, ein Musiktitel oder was auch immer ins Bewußtsein tritt, obwohl man vorher vergebens seine Gehirnwindungen angestrengt hat, eben diesen Begriff zu finden. Plötzlich ist das Wissen da!

Heureka! Meistens dann, wenn man aufgehört hat, danach zu grübeln. Die Ideen, der Einfall, die Eingebungen fliegen ins Bewußtsein, viele Erfindungen basieren auf diesem Effekt, und es ist sozusagen die Gunst der Stunde, wenn aus dieser Eingebung ein verwendbarer Nutzen entsteht. Dichter, Denker, Musiker, sämtliche Kunstschaffende, aber auch Naturwissenschafter etc. beschreiben oft den Anfang ihrer Erfindungen als plötzliche Eingebung. Bleibt diese Idee haften, und die Gunst der finanziellen Mittel ergeben sich, denn ohne diese geht es wohl nicht, kommt das manchmal langwierige Perfektionieren. Anders ausgedrückt: Kunst kommt nicht vom Können, sondern aus der Gunst der Stunde. Das Können beinhaltet bloß die konsequente Anwendung, das am Ball bleiben, die Ausarbeitung. Heureka!

Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder parallele Erfindungen, das heißt: Gleiche Eingebungen trafen an verschiedenen Orten Menschen, die einen konnten aus dieser Eingebung Veränderungen herbeiführen, die anderen konnten daraus keinen Nutzen ziehen. Tatsache bleibt, daß Ideen, wenn sie sich entwickeln wollen, ihren Weg finden. Und sei es Jahre oder Jahrhunderte später, siehe Leonardo da Vinci. Utopische Vorstellungen, waghalsige Ideen, verrückte Eingebungen haben die Menschheit immer wieder begleitet und oft den sogenannten Fortschritt eingeläutet, der in jedem Jahrzehnt und Jahrhundert unter einer anderen Errungenschaft stehen konnte.

Und nicht jede Erleichterung gerade im Arbeitsleben, (Webstuhl, Schreibmaschine, Nähmaschine), hat für die Menschen erstmals ein Segen bedeutet. Veränderungen, Umstellungen, brauchen Zeit, bis sie sozusagen im alltäglichen Lebensbereich keine Errungenschaft mehr sind, sondern Bestandteil der täglichen Praxis. Einen Überblick über die Erfindungen der Menschen kann man sich hier verdeutlichen: Erfindungen und Entdeckungen.

Auffallend und nicht zu übersehen, ist die Tatsache, daß alle Erfindungen, egal zu welchem Land und egal zu welchem Erfinder zugeordnet, weltweit zum Einsatz kamen, es war stets nur eine Frage der Zeit, bis jeder Winkel der Erde Nutzen von der „Gunst der Stunde“ zog. Woraus zu schließen ist, daß schon immer Austausch zwischen den Völkern vorhanden war und Ideen parallel stattgefunden haben. Da eine technische Erfindung ein Produkt ist zum Sehen und Anfassen und zudem auch noch auf ihre Wirksamkeit geprüft werden kann, haben über die Jahrhunderte diese Ideen einen einfachen Weg gefunden zur täglichen Handhabung und ihrem Einsatz.

Heureka wird also noch oft von irgend jemandem irgendwo auf dieser Welt ausgerufen werden, mag er danach wie Archimedes von Syrakus nackt durch die Straßen rennen oder auch nicht, es wird so oder so, wenn es von Nutzen ist, auf der ganzen Welt Gebrauch finden. Wir waren immer schon bereit, Erneuerungen auszuprobieren, und wie zu ersehen, wurden sie schon stets von einem Platz der Erde über die ganze Erde verteilt und das auch in Zeiten, da es kein Internet gab! Heureka! Laßt uns gespannt sein, was noch so alles an Geistesblitzen in unseren Köpfen Einzug findet.

Grenzen werden nur durch Menschen manifestiert und festgesetzt, und infolgedessen können nur die Menschen diese Grenzen auch niederreißen – und seien es auch nur die Grenzen in unseren Köpfen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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