Ende der Ära Merkel kündigt dunkle Wolken am Zenit an


Wenn Merz und Co. sich positionieren

Möge all jenen, die noch voller Inbrunst „Merkel muß weg“ ihr Pappschild hochhielten oder durch die Straßen mancher deutscher Großstädte krakeelten, die Hetzparolen im Halse stecken bleiben, wenn Angela Merkel tatsächlich nach den letzten Wahldebakeln ihren CDU-Vorsitz abgibt, das Ende ihrer Kanzlerschaft in wahrscheinliche Nähe rückt.

Natürlich darf und sollte man all ihre Verfehlungen, ihr Aussitzen nicht schönreden, aber es kommt noch wesentlich doller, wenn ganz andere Kandidaten vom Sessel der Kanzlerschaft nicht nur träumen, sondern sich reale Hoffnungen machen, diesen schon bald zu erklimmen. Alles, nur nicht Merz! lautet die sinnige und folgerichtige Überschrift bei den Nachdenkseiten, wobei Jens Berger sehr akribisch die Untaten des Friedrich Merz zusammenträgt, ein eiskalter neoliberaler Politiker vor dem Herrn, wie auch wir nur zu gut uns erinnern, denkt man an dessen verächtliche Äußerungen hinsichtlich betroffener Hartz-IV-Empfänger!

Konservative und Rechtsradikale – eine brisante Mischung

Die sich da weltweit zusammenbraut. Ob in den USA der „blonde Dolle“, bald über die Hälfte der europäischen Staaten oder jetzt im südamerikanischen größten Land, in Brasilien, ein demokratisch gewählter Jair Messias Bolsonaro als baldiger Präsident seine angekündigten „Säuberungen“ durchsetzt, insofern nur noch Beten hilft. Das weltpolitische Parkett hat erneut Geschmack am Faschismus, an Autokratie gefunden, wie er/sie doch Mitte des letzten Jahrhunderts eigentlich als überwunden galt.

Ein kurzes Intermezzo, ein Aufbäumen all der neoliberalen Kräfte, die bislang nach außen meinten, es ginge über Menschenrechte und angeblichen Humanismus, der zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise wirklich Anwendung fand, stets beflügelte jene Wirtschaftspolitik ihren Kurs unerschrockener Ausbeutung, wovon sie sich unter gar keinen Umständen distanzieren wird. Gestern im integren Gewand des „Saubermannes“, heute knallhart vom konservativen Kurs nahtlos zum rechtsradikalen, einer Neuen Rechten sei Dank, die von langer Hand geplant allmählich greift.

Kritik unerwünscht – einfach alles per inszenierten Fakenews glattbügeln

Mit diesem Rezept hat sich bisher The Donald prima durchgewurschtelt zur baldigen Halbzeit seiner Präsidentschaft. Warum sollten ihm das andere nicht gleichtun? Mit Blick zur Medienlandschaft, zur Presse, dürfte deutlich werden, wie Politik deren kritische Berichterstattungen duldet bzw. gar kurzerhand den einen oder anderen einfach verhaftet oder umbringt, denkt man an die Türkei oder Saudi-Arabien.

Vor knapp anderthalb Jahren hat schon einmal rechte Stimmungsmache ihre bösartige Fratze kurzfristig präsentiert mit Thomas de Maizières Stimmenfang per deutscher Leitkultur, erinnerte Querdenkende daran, daß ein Friedrich Merz Multikulturalismus negiert, was wiederum sich gut zur Neuen Rechten bekanngtlich gesellt.

Spekulationen werden somit zunehmen, ob am Ende mit oder ohne Herrn Merz, es wird keinesfalls besser ohne Frau Merkel, der nächste Kanzler oder die nächste Kanzlerin setzt noch eins drauf, zugunsten des neoliberalen Kurses, zu Lasten der Bevölkerung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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