Lisa


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Lisa
möchte weg nach Pisa
oder sonst wohin,
weg von ihrem Bruder Florin,
nicht nur zur Wochenendsause,
ganz weg von diesem Zuhause.

Gutes Zureden, Zimmerarrest,
alles Beweise, hier wohnt die Pest,
nachts aus der Hintertüre ins Freie,
tags aus dem Fenster mit Wäscheleine,
nichts konnte sie bremsen, sie halten,
sie wollte alleine schalten und walten.

Die Eltern verzweifelt, der Bruder betrübt,
ins Unglück rennt sie, ehe sie Leben geübt.
Vor ihrem Fenster siedelten Spinnen,
von dort gab es jetzt kein Entrinnen,
Frösche an der Hintertüre Quartier bezogen,
die Welt hat sich gegen sie verschworen.

War es Zufall oder jemandes Absicht,
mit Urängsten spielt man nicht.
Das Haus heimlich zu verlassen,
blieb verwehrt, sie konnte es nicht fassen.
Heute erzählt Lisa, Ängste zu überwinden,
war die spannendste Reise, zur Welt zu finden.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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