Feldlerche „Vogel des Jahres 2019“ hierzulande gefährdet


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Landwirtschaftspolitik verdrängt immer mehr Tierarten

Bereits Mitte der 1960iger Jahre machte die US-amerikanische Biologin Rachel Carson auf die Gefährdung im ersten Ökobestseller Silent Spring (Der stumme Frühling) auf die jähe Verstummung von Singvögeln in der Vorfrühlingszeit aufmerksam, wie Anselm Weidner im Artikel des Deutschlandfunks zur Langen Nacht der Singvögel darauf hinwies.

Zum zweiten Mal wird die Feldlerche zum „Vogel des Jahres“ ernannt, fürs nächste Jahr, nachdem sie 1998 bereits die nötige Aufmerksamkeit erhielt. Während sie weltweit betrachtet kaum wirklich gefährdet zu sein scheint, kann man es deutschlandweit nur bedauern, daß sie dort inzwischen auf der Roten Liste in Kategorie 3 („gefährdet“) steht. Hauptverantwortlich für jenes Desaster: eine ignorante Landwirtschaftspolitik seitens der EU und Berlin selbst.

Nahezu die gesamte Paläarktis gehört zu ihrem Lebensraum

Von Irland und Portugal bis Kamtschatka und Japan, also weitestgehend die paläarktische Region besiedelt die Feldlerche aus der Familie der Lerchen (Alaudidae), die mit einer Körperlänge zwischen 16 und 18 cm und einer Flügelspannweite von 30 bis 35 cm zu den größeren Singvögeln gehört, deren rhythmisch sich wiederholend rollend trillernde oder zirpende Töne bis zu 15 Minuten anhalten können, wie manch einer bestimmt schon in Acker- und Wiesenlandschaften gehört haben wird.

Einfachste Erklärung für dieses Verhalten, es dient der Betonung des Revieranspruchs seitens der Männchen. Manche Arten bleiben an ihrem Lebensstandort, andere wiederum sind Kurzstreckenzieher, d.h. sie ziehen nach Südwesteuropa bis zum Nordrand der Sahara, auch ein sicheres Indiz, daß der baldige Winter eintritt.

Weit über 30 Prozent weniger Feldlerchen als noch vor rund 40 Jahren

Vergleiche können durchaus widersprüchlich sein, wenn man feststellt, hierzulande sei die Gefährdung dramatisch, weltweit bestünde kaum ein Rückgang der Feldlerche. Eine fortschreitende Urbanisierung beim ohnehin immer knapper werdenden Lebensraum auch für andere Tierarten in Deutschland zusammen mit einer eben nicht behutsamen Landwirtschaft zeichnen sich hauptverantwortlich für jene Problematik.

Man könnte leicht in Versuchung geraten, zu hinterfragen und anzuprangern, wo denn ein Umwelt- und Naturschutz innerhalb der Bundespoltik noch greift, währenddessen vor allem die konventionelle Landwirtschaft weitestgehend hofiert wird im Zusammenspiel mit einer Pharmalobby, denken wir an Bayer und Co. und das gefährliche Glyphosat. Wenn wir alle nicht eindringlicher jene Politik in die Pflicht nehmen, verbleibt das Artensterben. Man möchte sich lieber nicht eine Welt ohne Vogelgesang vorstellen, sie wäre leblos stummer!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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