Abgasskandal taxiert Bundesregierung so gut wie gar nicht


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Bundeskanzlerin hofiert letztlich die Autoindustrie

Als Querdenkende im Mai dieses Jahres die Verkehrspolitik als zentralen Schlüssel bei der Luftverschmutzung anmahnte, hatte längst jeder halbwegs kritische Beobachter so seine Zweifel, inwieweit jene Bundespolitik ihren politischen Aufttag ernst nehmen würde. Letztlich so gut wie gar nicht, alle kläglichen Versuche einer Retuschierung verdeutlichen deren Halbherzigkeit.

Dies entspricht der typischen Haltung, wie man sie schon seit Jahrzehnten feststellen muß, obwohl mal eine Partei, die Grünen, hervorgegangen aus anfänglichen Bürgerinitiativen und Umweltvereinen, es besser machen wollten. Tatsächlich lassen sie sich auf zu viele Kompromisse ein bishin zu widersprüchlichen Standpunkten mit Blick ins Ländle, wo ein Winfried Kretschmann gut fünf Jahre brauchte, bis er einsah, daß das AKW Fessenheim endlich vom Netz gehen sollte.

Autoabgase werden schöngerechnet zugunsten der Autolobby

Im Grunde genommen schon die ganze Zeit, von den Anfängen des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr bis zur deutlichen Zunahme im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte, was war das für ein Genugtuung, als bei der Ölkrise 1973 hierzulande mal vier autofreie Sonntage stattfanden.

Seitdem wird notorisch am Urproblem vorbei gefeilscht über die angeblichen Belastungsgrenzen, wo tatsächlich jeder Mensch mit ein wenig Medizinkenntnissen nur zu genau weiß, wie schädlich die Rauchgasbelastungen des Straßenverkehrs auf unsere Organismen wirken. Davon will auch die Bundeskanzlerin nichts wissen, meint, sie müsse Dieselfahrverbote in Städten gesetzlich erschweren.

Welch ignorante Haltung, alle Städter bleiben betroffen, wer auf dem Land lebt, darf sich glücklich schätzen, diese toxischen Cocktails nicht einzuatmen. Wieder einmal werden Grenzwerte für Stickoxide zugunsten der Autolobby schöngerechnet, von politischer Einsicht kann dabei keine Rede sein!

Die Umwelt hat sich an profitable Notwendigkeiten zu richten

Man könnte auch direkt zum Punkt kommen: Nach ihnen die Sintflut, was interessiert es eine Elite, ob die Umwelt, Menschen, also Mutter Erde nonstop belastet, letztlich zählt nur die eigene ausbeuterische Haltung, die sie in den egoistischen Genuß versetzt, in Saus und Braus zu leben, egal welche Opfer auf der Strecke bleiben.

Das war früher nicht anders, nur daß die Mittel der Zerstörung inzwischen wesentlich umfangreicher Schäden anrichten, eine Regenerierung kaum mehr möglich ist. Ob die Luft, die Erde oder gar das Wasser, – Waterworld rückt im Übrigen ziemlich bald in den Fokus der Wirklichkeit, das Zeitalter der Ölkriege neigt sich seinem Ende, ein nahtloser Übergang zu Wasserkriegen ist ohnehin vorprogrammiert.

„Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Dies scheinen aber all jene nicht zu wissen, die ständig dem Reichtum hinterherhecheln. Die Schneise der globalen Zerstörung und des vielen Elends wollen sie erst recht nicht wahrhaben, weil Ablenkung ihre Ignoranz verdrängt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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