Erdbeben: Unser blauer Planet in ständiger Bewegung


Wenn die dünne Erdkruste hilflos kaum Halt bietet

Man muß davon ausgehen, daß durch den Tsunami und die Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi die Todeszahl einiges höher sein wird, 5.000 Menschen werden bisher vermißt.

Mensch Spielball geologischer Naturgewalten, die kosmischen mal bewußt ausgeklammert, unserem blauen Planeten ausgesetzt, der in ständiger Bewegung sich befindet? Wenn mal wieder die Indische Platte an der Eurasischen schrappt, bleibt dies bestimmt nicht ohne Folgen. Doch unter welchen Herausforderungen versucht Homo sapiens, im Einklang mit Erdbeben zu leben? Gibt es generell moderate Mittel, sich zu schützen?

Tektonische Platten hilflos driftend einem flüssigen Gesteinsmeer ausgesetzt?

Im Prinzip schon, muß man feststellen, obwohl die Ursachen jener Prozesse nicht gänzlich erforscht, so weiß man mit Sicherheit wie brüchig die relativ dünne Erdkruste, die gerade mal bis zu 40 km dick ist. Gemessen am Erdradius, der im Mittel 6371,0 Kilometer beträgt, wird das ziemlich deutlich.

Bei einem Erdbeben in Nepal wirkten neben der riesigen tektonisch Eurasischen Platte im Norden, die mit der Indischen kollidierte, wohl auch die westlich flankierdende Arabische Platte zusammen mit der Afrikanischen im Südwesten sowie der Australischen, die im Süden und Südosten ihre Kräfte walten läßt. Mit anderen Worten, die Indische Platte ist eingekesselt, enorme Druckverhältnisse herrschen vor, sie schiebt sich unter die Eurasische, wodurch vor rund 60 Millionen Jahren das Himalaya-Gebirge zu entstehen begann.

Mitten auf jenen Platten dürfen wir Menschen, abgesehen von den Vulkanen, denken wir an die Vulkan-Eifel hierzulande, uns relativ sicher fühlen, hingegen an ihren Grenzen sich eben die gewaltigen Beben ereignen, unvostellbare Spannungen entstehen, die bekannten tektonischen Beben uns erreichen, bei denen teilweise Energie freigesetzt wird, die das Hunderfache einer Wasserstoffbombe entspricht. Grenzbereiche sind in Kalifornien, wo die Nordamerikanische und die Pazifische Platte aneinanderdriften, der Andreas-Graben gefährlich lauernd die Menschen vor Ort beschäftigt, um dieses zweite Beispiel zu nennen.

Weiterhin heftige Erdbeben zu erwarten

Das sollte uns dennoch nicht gleich beunruhigen, trotz den leidvollen Folgen, die wir Menschen nicht verhindern können, besonders in Gebieten wie Nepal, wo immer noch zu wenig Schutz vorhanden. Denken wir zurück, als vor über vierzig Jahren das Erdbeben von Tangshan in China, welches am 28. Juli 1976 stattfand, bei dem schätzungsweise bis zu 650.000 Todesopfer zu beklagen waren, wir vom verheerendsten Erdbeben des 20. Jahrhunderts reden müssen.

Inzwischen hat Mensch sich vielerorts gewappnet, erdbebensichere Bauwerke zeugen davon. Gleichwohl zeigt sich das Ausmaß der Arroganz und Ignoranz, denken wir an den zweiten Super-GAU in Fukushima. Japans Regierung ignoriert einfach die anhaltende Verstrahlung, längst sind wieder AKWs am Netz. Bis zum nächsten Erdeben?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturkatastrophen

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