TTT: Titel, Thesen, Trends – wer klaut dir das letzte Hemd?


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Politik büßt viel Vertrauen ein

Worüber man sich eigentlich nicht wundern darf, ohne gleich direkt in die Geschichtsbücher zu schauen, wo unmißverständlich sichtbar wird, wie brutal Obrigkeiten Völker wie Schachfiguren für ihre Zwecke benutzen, bis hinein in die Gegenwart herrscht somit berechtigtes Mißtrauen.

Drumherum die vielseitig, letztlich kläglichen Versuche einer Schadensbegrenzung, die in den allermeisten Fällen per Ablenkung funktioniert, in dem vor allem ein schier unbegrenzter Konsumrausch sorgt, der mit dem Zeitalter der Industrialisierung real begann und per Computertechnologie erst recht erfolgsversprechend zu sein scheint. Ganz genau, der Teufel steckt nämlich im Detail.

Trump der Loser, Merkel am Beliebtesten

So die nüchterne Feststellung einer weltweiten Abstimmung, die US-Forscher initiierten, 26.000 Menschen wurden befragt, welcher der fünf Regierungschefs am Beliebtesten sei, demnach ist Angela Merkel die vertrauenswürdigste Politikerin, Donald Trump belegt den letzten Platz.

Das heißt nicht viel, so auch nicht, daß der Newcomer Emmanuel Macron den zweiten Platz belegt und Waldimir Putin nur den vorletzten Platz. Zustimmungswerte zeigen sowieso nur bedingt das politische Klima in den Ländern, selbst Wahlen spiegeln nicht gleich ehrliche Einschätzungen wider. Realpolitk wird letztlich an ihren Taten gemessen, dabei von den Medien kommentiert, nur ein Bruchteil in der Bevölkerung interessiert sich umfassend für politische Zusammenhänge. Insofern können sich ganz andere Ansichten und dabei Grauzonen entwickeln. Die Gefährlichste: ein sich verselbständigender Populismus.

Populistische Parolen im Trend

Europaweit und auch zunehmend hierzulande, knapp jeder dritte Wahlberechtigte in Deutschland ist populistisch eingestellt, so eine Studie zu Wahlberechtigten. Politikverdrossenheit ist somit in der Mitte der Gesellschaft längt angekommen.

Mitten im Sommer stellte Querdenkende in einem Artikel die Frage, was wir Demokraten dem Populismus und den Populisten entgegensetzen können. Bereits schon vorher entwickelten sich etliche Proteste, weiterhin obsiegt die überwiegende Mehrheit, die eben jenen Rechtsradikalismus verneint. Dennoch offenbaren die Zahlen der Umfrageinstitute zur Frage, „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagwahl wäre“, daß die Union nur noch 26-28% der Stimmen erhielte, die SPD zwischen 16 und 17%, die Grünen 14,5 bis 17%, die Linken 10 bis 11,5%, die FDP gerade mal zwischen 8 und 10% und eine AfD zwischen 15 und 18,5% schwankt. Letztere bereits zweitstärkste Partei hierzulande?

Solange noch keine Bundestagswahl ist, es dauert noch ein wenig bis 2021, und niemad mit jener AfD koaliert, haben die anderen Parteien eine Restchance, wieder Vertrauen aufzubauen. Das sollten sie nicht leichtfertig verspielen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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