Nichts prima bei solch vergiftetem Klima


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Gewisse Klänge beflügeln, verzaubern, bedeuten Labsal für die Seele, ob in der Natur oder wenn Musik Räume erschallt, sie heben die schroffe Stummheit manch dramatischer Ereignisse auf. Mißtöne hingegen offenbaren den Zustand bösartigen Treibens. Wer genauer hinhört, kann durchaus derartige Erkenntnisse gewinnen, zieht man noch bestimmte Muster und Erfahrungen hinzu, wird es in der Tat gruselig, ein Déjà-vu jagt das nächste.

Endzeitszenarien mögen hierbei mal außen vor bleiben, sie kommen ohnehin unweigerlich auf die Menschheit zu angesichts jener weitverbreiteten Ignoranz. Im Widerspiegel medialer Präsenz findet gleichwohl der Alltag statt, es beschäftigt die Gesellschaft, in den Schulen, zuhause, an den Stammtischen oder sonstwo. Das Miteinander läuft nicht nur Gefahr, einen oberflächerlicheren Umgang zuzulassen, Sprache offenbart neben rauheren Tönen ein Vokabular weitverzweigter Mißachtung.

Das machen sich ganz besonders all jene zunutze, die ihre fanatischen Ziele unbedingt durchsetzen wollen, koste es, was es wolle. Vordergründig fordern sie einen Zusammenhalt, in Wirklichkeit wird die Gesellschaft bewußt gespaltet. Vergleicht man solch Treiben hinsichtlich historischer Ereignisse bis hinein in unsere Gegenwart, bestätigen sich deren Beweggründe. Ob die Christanisierung, ein islamischer Fundamentalismus, ein Links- oder ein Rechtsextremismus, Faschismus oder der Mann als Sinnbild des herrschenden Paschas zuhause, allesamt unterliegen einer fanatischen Zielsetzung.

Solange Menschheit solche gesellschaftlichen Auswucherungen zuläßt und eben nicht verhindert, entstehen leidvolle Szenarien, die Gewalt und Krieg bedeuten, ein elendiges Dasein. Schöpfen scheint mühevoller zu sein, Zerstören wesentlich einfacher. Insofern kein Wunder, daß Phrasendrescher mit ihren Parolen oftmals schnell etliche Massen mobilisieren können, während die behutsam-akribische Auseinandersetzung von Problematiken zeitintensiv ist, ein Für und Wider in der Abwägung bedeutet, Verstand und Emotion in Einklang zu bringen.

Doch was setzte sich letztlich stets durch? Falsch, nicht die Gewalt, sondern die Liebe, die größte Kraft im Kosmos. Ohne sie wäre da ein Nichts, völlige Zerstörung allen Daseins! Teuflisch Böses als der eigentliche Verlierer in einer Welt voller Versuchungen, in der immer wieder aufs Neue gewisse Menschen antreten, die Schöpfung mit Füßen zu treten? Dessen sind solche Täter sich eben nicht bewußt, sie wähnen sich im Recht, diffamieren per Wortkonstrukte wie Gutmensch, erheben sich auf Podesten und leben ihren wiedergefundenen Rassismus aus, eine Zusammenrottung voller Unzufriedenheit, die am Ende aufblickt, sich erinnert, wie simpel Führerkult funktioniert.

Solange man Leitwölfe nicht stoppt, dürfen wir uns nicht wundern, wenn ganze Schafherden blökend, wegduckend in ihrer Opferrolle demütig sich fügen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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