Keine Wahl


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Der Anruf kam um fünf,
ich krieg bestimmt Schimpf,
weinte ein Kind in den Hörer,
ein Albtraum wär schöner,
was will das Kind von mir,
und was kann ich dafür,
du hast dich verwählt,
nein, bis drei gezählt,
tief durchgeatmet,
getippt und gewartet,
die Milch ist fast leer,
liegt im Magen schwer,
Mama, Papa werden wüten,
Kaffee ohne Filtertüten,
für sie nicht tragisch,
ohne Milch geht gar nicht,
deshalb ruft du mich an,
ich kenne dich nicht, man,
das ist doch kein Problem,
verrühre Quark, Wasser zu Creme,
und noch was merke dir,
rufe nie wieder an bei mir.

Der Anruf kam um drei,
was soll diese Tyrannei,
Lisa hier, du bist Spitze,
mich durchzog eine Hitze,
sie flüsterte unaufhörlich weiter,
so ´ne Idee hat nur ein Gescheiter,
die Milch war falsch gelagert, sauer,
wir kaufen Milchsahne auf Dauer,
sie haben mich nicht in Verdacht,
ich kann Milch trinken jede Nacht,
ich fasse kaum mein Glück,
mein Kind heißt später auch Patrick,
der wird wie du ein Genie,
die Leute fallen vor ihm auf die Knie,
du und deine Idee –
neidisch kann sein jede Fee –
ich werde von ihr abgeleckt,
die Kuh hat Liebe zu mir entdeckt,
in weiter Ferne –
Polizeisirene –
Minka hast du mich eben gebissen,
Telefon tutet neben dem Kopfkissen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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