Süditalien: Sklaverei im Reich der Caporale


Matteo Salvini stellt seine Unfähigkeit unter Beweis

Es gibt etliche Schattenseiten zum Thema Flüchtlinge, die uns alle noch ziemlich lange beschäftigen werden, selbst wenn die Neue Rechte noch so viele erfolgreiche Versuche menschenverachtender Intervenierung unternimmt, dessen Ergebnisse sich in Staaten wie Ungarn, Österreich, Polen oder Italien widerspiegeln.

In Süditalien herrscht schon länger moderne Sklaverei, auf Feldern ernten viele Menschen aus Aftika Obst und Gemüse. Trotzdem Caporalato, die illegale Beschäftigung von Landarbeitern für sehr wenig Lohn, somit gesetztlich verboten, findet im Reich der Caporale völlig selbstverständlich statt, hat auch die Mafia ihre Finger im perfiden Spiel. Eine simple Räumung der Ghettos, die Italiens Innenminister Matteo Salvini von der rechten Partei Lega fordert, stellt dessen Unfähigkeit unter Beweis.

Ausbeutung hat stets dieselbe Methode

Ihr Ziel besagt einen größtmöglichen Maximalprofit. Dabei stören sämtliche Belange wie Menschenrechte, daraus folgende Proteste und Widerstände. Hilfreich zur Seite stehen derartigen Vorhaben ganz besonders all jene, die ohnehin ihren „kranken Narzißmus“ ausleben wie die Neue Rechte mit ihren weltweit sich verzweigenden Anhängern. Ob ein Donald Trump im äußersten Westen, etliche europäische Länder oder ein angeblicher Vorzeige-Patriot wie Wladimir Putin. Sie haben allesamt eines gemeinsam: Ihren Reichtum vergrößern, koste es, was es wolle!

Dazu gehören gleichwohl mafiöse Strukturen, wie sie auch der viel zu früh verstorbene Journalist und Schriftsteller Alessandro Leogrande in etlichen Büchern und Artikeln beschrieben hat, sich allerdings auch direkt an aktuelle imaginäre „Flüchtlings-Grenzen“ wie Griechenland, den Balkanstaaten, Libyen begab, die ziemlich real die Menschen beschäftigen.

Tödliche Unfälle münden in berechtigte Wut

Die Polizei hält sich zurück, aus dem größten Ghetto der Gegend von Foggia in Apulien, Borgo Mezzanone, irgendwie eine illigale Stadt. Wut der Erntehelfer entlädt sich, nachdem tödliche Unfälle vor Ort zunahmen. Müssen erst Menschen auf solch tragische Weise sterben, bis andere sich zu Recht Luft machen? Obendrein etliche zuvor ohnehin die Fahrt übers Mittelmeer noch überlebt hatten? Welch dramatische Entwicklung, die gleichzeitig durch Schlepper, den Caporali ihren Lauf nimmt.

Billiges Obst und Gemüse fordern wir ein, in Spanien wird dadurch die Salzwasserlagune Mar Menor verseucht, in Italien Geflüchtete als Erntehelfer mißbraucht. In anderen Worten, auch Verbraucher können durch ihr Verhalten mitbestimmen, was sie zulassen oder eben verweigern. Mit solchem Wissen über die Folgen sollte entsprechend reagiert werden. Gleichzeitig steht die Europa- und Weltpolitik mit am Pranger, eben die Flüchtlingsursachen zu verringern und am Besten somit zu verhindern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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