Weltpolitik: Empörung nimmt überhand


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Chaos oder Besinnung aufs Wesentliche?

Die einen nennen es Endzeitstimmung, andere wiederum Weltuntergang oder gar Apokalypse. Auf eines laufen solche Szenarien allesamt hinaus: Die Menschheit erhält ihren Denkzettel, eine Abrechnung für ihre jahrtausendalte Fehlentwicklung, in der sie trotz bestechend erkenntnisreicher Rückschlüsse nicht in der Lage ist, einer machtgierigen kleinen Elite Einhalt zu gebieten.

Kein Wunder, daß eine anwachsende Empörung ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt, schier unvorstellbar große Wellen unterwegs in eigener Mission die letzten Revoluzzer hervorbringen, die sich anschicken, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen, bevor der Blaue Planet in Schutt und Asche gelegt. Dürfen wir Hoffnung schöpfen, oder ist es bereits ohnehin zu spät?

Das Märchen von der Armut

Es war einmal eine Welt am Rande der Milchstraße, in der gab es von Beginn an ein Paradies für alle Geschöpfe, die auf ihr lebten mit reichlich Platz, einer schier unendlichen Vielfalt an Leben, Nahrung und Licht. Ja, ganz genau: dem Sonnenlicht, der Quelle allen Seins, ohne die ansonsten ewige Kälte herrschen würde.

Und die Sonne erwärmte mit ihren Strahlen sämtliche Tiere, Pflanzen und Mineralien, bis tief hinein in die Gewässer und Erde, das Leben pulsierte deshalb stets vielfältig und konnte sich immer weiterentwickeln. Eines Tages meinte die Schöpfung, sie müsse ein Experiment wagen und den Homo sapiens der Mutter Erde zumuten, in dem festen Glauben, daß dessen Verstand schon erkennen würde, welch glücklicher Ort ihm angeboten.

Anfangs lebte der Mensch zufrieden in gemeinsamer Eintracht miteinander, stets die geistigen Fähigkeiten fördernd, kannte weder Neid noch Mißgunst, trachtete niemals nach Habitus, so daß kein Hunger herrschte sowie Verbrechen aufkamen. Das ging solange gut, bis jemand feststellte, wie simpel er zerstörerisch sich alles nehmen konnte, was er begehrte. Die Zwietracht ward geboren, ein bösartiger Keim, der sich krebszellengleich auszubreiten begann, zunächst ziemlich verborgen, nur gelegentlich bei Wenigen aufflammend.

Mit der Zeit etablierten und entwickelten sich ganze Strategien des Bösen, um der Materie sich zu verpflichten, des Geistes Errungenschaften zu mißachten, stattdessen nach Reichtum zu trachten. Die Armut ward entfacht, des Menschen Kriege erwacht.

Erkennt jetzt den Kern dieser Geschicht’, die nicht nur im Märchen uns Denkende verpflichtet, mit dem Finger aufzuzeigen, inwieweit sie gar zu Morden neigen, nur um dem Mammon zu frönen, sich dadurch an Gewalt wie selbstverständlich zu gewöhnen?

Leise Töne lassen eine Musik erklingen – wir um Frieden ringen

Jedwede Propheterie sich dahingehend bewahrheitet, wobei wir erneut zu Beginn der Endzeit wären, wir nur noch sollten erklären: Lasset leise Töne eine Musik erklingen, in der wir um Frieden ringen, statt Kriege erneut zuzulassen, uns gegenseitig hassen.

Fanatismus hat keinen Platz mehr in den Köpfen kluger Menschen, die begreifen sollten, daß dieser stets neue Formen der Unterdrückung sucht und findet. Durchbrechen wir diesen Kreislauf der Gewalt, der schon viel zu lang durch die Welt erschallt und streben einer Welle des Friedens zu, dann haben wir wieder Ruh!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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4 Antworten zu Weltpolitik: Empörung nimmt überhand

  1. wolfgang fubel schreibt:

    Diese kleine machthungrige „Elite“ ist nur deshalb äußerst erfolgreich, weil ganze Armeen von Günstlingen, Profiteuren und Systemlingen von dieser Gier profitieren! Die sind die eigentliche
    Macht hinter all den grauenhaften Geschehen in dieser Welt. Das sind genau die, die alles
    daran setzen, das alles so bleibt, wie es ist. Gewissenenlos, charakterlos, gefühllos und mit einer
    krankhaften Ignoranz ausgestattet, sehen sie wissentlich zu, wie diese Welt zu Grunde gerichtet
    wird und hoffen, dass das Chaos erst nach ihnen kommt.
    Wenn wir es schaffen, diese Pestilenz los zu werden, bräuchten wir uns um die Handvoll „Eliten“
    keine Sorgen mehr machen, denn ohne die Genannten sind die NICHTS!!

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  2. „Anfangs lebte der Mensch zufrieden in gemeinsamer Eintracht miteinander, stets die geistigen Fähigkeiten fördernd, kannte weder Neid noch Mißgunst, trachtete niemals nach Habitus, so daß kein Hunger herrschte sowie Verbrechen aufkamen. Das ging solange gut, bis jemand feststellte, wie simpel er zerstörerisch sich alles nehmen konnte, was er begehrte.“

    Das glaubst du doch vermutlich selbst nicht! Was für eine Harmonie-versessene Projektion einer Vergangenheit, die es so nie gab! Ernsthafte Konflikte begannen nicht wegen einzelner „Böser“, sondern wegen der Inkompatibilität von Landwirtschaft und umherziehenden Jägern & Sammlern, später Nomaden mit wandernden Herden. Die Erfindung der Landwirtschaft bedingt Sesshaftigkeit und Besitz, der gegen jene da draußen verteidigt werden muss – bzw. von diesen immer wieder angegriffen wird.

    Aber auch diese These, die von einer Friedlichkeit der Jäger & Sammler ausgeht, ist heute vielfach widerlegt (Hier mal ein Beispiel: https://www.tagesspiegel.de/wissen/krieg-in-der-steinzeit-ein-massaker-vor-10-000-jahren/12857506.html). Wundert ja auch nicht, denn sogar bei den Schimpansen kann man kriegerische Handlungen beobachten: https://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansenkrieg_von_Gombe.

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    • hraban57 schreibt:

      Geglaubt wird u.a. durch Religionen, neben den Schimpansen gibt es noch die Bonobos, ein lebendes Beispiel für Friedfertigkeit. Ansonsten zitiere ich nur „Lemuria“ – ach, Mensch, rechtfertige nur, daß alles per Krieg und Aggression geschieht… mit Harmonieversessenheit hat das mitnichten etwas zu tun, sondern mit reiner Spiritualität, die abhanden gekommen sich dennoch wiederfindet, bis hinein in die Weiten des Kosmos.

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  3. Gerry Huster schreibt:

    Als der Mensch noch in Frieden lebte, war er kein Homo Sapiens. Der Mensch hat sich Werkzeuge geschaffen, die er natürlicherweise nicht hat. Darum kann er sich nicht mehr einschätzen.

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