Österreich versinkt im rechtsradikalen Pomp


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Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Und das Volk schaut nahezu ohnmächtig zu

Um es gleich mal vorwegzunehmen, natürlich gibt es in Österreich Widerstände angesichts jener Regierung Kurz/Strache, die mitten in Europa ein fatales Zeichen setzt, schlimm genug daß zwei Nachbarstaaten, nämlich Ungarn und Italien, jenem neurechten Zeitgeist folgen, Deutschland zwar noch tapfer trotzt, dennoch jene AfD im Deutschen Bundestag sich austoben darf.

Aber das große Verharren und Dulden des Volkes, einen Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache gewähren zu lassen, offenbart eine deutlich sichtbare Ohnmacht. Man fügt sich, mal schauen, was da kommt. Wirklich große Widerstände bleiben aus, selbst wenn die „Omas gegen Rechts“ noch im Frühsommer mit ihrem Bündnis gegen die Tradition des Wegschauens im Zentrum Wiens demonstrierten.

Alexander Van der Bellen und Sebastian Bohrn Menas Stimmen verhallten

So wie etliche andere gleichwohl, demokratisch gewählt entschied sich eine breite Mehrheit des Volkes für den ehemaligen jungen Außenminister Sebastian Kurz und den Neonazi Heinz-Chistian Strache. Welch dramatisches Bündnis. Hatte noch im Dezember 2016 Alexander Van der Bellen mit seiner gewonnenen Wahl zum Bundespräsidenten Europas Rechtspopulisten eine schallende Ohrfeige verpassen können, lehrte ihn und andere die neue fatale Koalition schon ein Jahr später eines Besseren.

Den einmal eingeschlagenen politischen Kurs Österreichs konnte auch Sebastian Bohrn Menas Appell keineswegs verhindern, sich entschiedener den Anfängen rechter Hetze zu erwehren. Ganz im Gegenteil, er entwickelte sich schnell zum Alltag, während besonders die breite Masse des Volkes stillhält.

Einerseits vorsichtige Proteste, andererseits erscheint Putin bei Kneissls Hochzeit

Wir erinnern uns, es gab mal die Bemühung, eine 35-Stundenwoche hierzulande einzuführen. Inzwischen arbeiten Menschen in Deutschland manchesmal 48 Stunden und mehr, davon etliche unbezahlt. Willkommen im Zeitalter des Sozialrassismus, ermöglicht durch einen sozialdemokratischen Bundeskanzler.

Doch was hier tragisch genug geschieht, weiß das neurechte Regierungsbündnis in Österreich noch zu toppen mit der Erhebung der maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden. Daran wird auch der Protest Zehntausender wohl nichts ändern.

Obendrein unterstreicht jene neue Regierung ihre Dekadenz bei der Austragung der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl mit der Einladung Wladimir Putins. Die Frage, warum er zu einer Hochzeit nach Österreich kommt, kann man schon stellen, doch etliche Antworten können nur Spekulationen hervorrufen. Faktisch beweist dies dennoch, was Putin und eben jene Neue Rechte verbindet: der Nationalismus. Eine dramatische Entwicklung, die Europa eigentlich überwinden wollte mit der Gründung der EU.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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