US-Presse wehrt sich gegen Donald Trump


Journalisten als „Volksfeinde“ beschimpft

Ausgerechnet im Land der Demokratie beharrt ein Donald Trump darauf, nonstop weite Teile der Medien zu bezichtigen, sie würden Fakenews verbreiten. Das alltägliche Prozedere hinterläßt er gern per Twittergewitter, macht sich dortigtst gar für poltische Entscheidungen zusammen mit entsprechenden Entgleisungen Luft, überspitzt könnte man feststellen, eine neue Form des Regierens ganz im Zeitalter des Internets.

Doch wer Journalisten als „Volksfeinde“ beschimft, wie The Donald fortwährend zum Besten gibt, der hat längst den glitschigen Boden etlicher Fallen betreten, vor allem nur eines im Sinn: die Demokratie zu schaden. Denn eines ihrer höchsten Güter ist die Pressefreiheit, kein Wunder, daß Hunderte US-Zeitungen sich gegen Trump vereinen.

Der mit dem Wolf tanzt, will keine Kreide fressen

Sondern weiterhin lautstark herumtönen. Anders kann und sollte man das Verhalten dieses 45. US-Präsidenten nicht werten. Daß er nunmehr erst recht im Fadenkreuz der Medien sich befindet, toppt jede Satire, was längst im Wahlkampf sich sichtbar manifestierte. Wahrhaben wollen dies bis heute manche immer noch nicht. Was muß noch alles geschehen, bis sie erkennen, welche Unfähigkeit jener Präsident an den Tag legt?!

Ein starker Mann, der seine Wahlversprechen tatkräftig um- und durchsetzt, argumentieren dessen Befürworter. Der Ruf zurück zum Nationalismus entspricht dem wiederkehrenden Zeitgeist, der überall seine Spuren hinterläßt, längst Europa infiziert hat. Da fühlen sich etliche berufen, wie Ratten aus ihren Löchern hervorzukriechen, nicht nur sprachlich zu verrohen, sondern mit simpelsten Phrasen Wählerstimmen zu manipulieren.

Lügenpresse zieht immer

Wie damals bei den Nazis. Oder etwa doch nicht? Immerhin entsteht Widerstand, nicht nur in den USA mit dem #FreePress-Aufruf jener Zeitungen. Alles was nicht der Meinung der Neuen Rechten genehm, wird als „links“ abgetan, selbst eine Frau Merkel sei links gerichtet. Auch ein Indiz billigster Verunglimpfung ohne Hand und Fuß, was sich schnell einreiht mit solch polemischen Wortkreationen wie „Gutmensch“.

Anstatt sich mit realen Problemen sachlich auseinanderzusetzen, ziehen die wiederauferstandenen Neuen Rechten es vor, per Haß lautstark zu pöbeln. Da paßt ein Donald Trump prima ins Konzept, obendrein eine Kumpelschaft zu Putin, die gleich hinzugedichtet wird. Kann nicht funktionieren bei erneutem Wettrüsten, aber dies scheint einfach mal ausgeblendet zu werden.

Wer Fakenews unterstellt, sollte wenigstens den Beweis antreten, anstatt selbst mit eigenen Nachrichten aufzuwarten, wie dies etliche neue Medien und Internetplattformen weit gestreut versuchen bis hinein in die Social Media.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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