Der Hahn ist tot


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Schon von Weitem zu erkennen,
dort, sie fläzen wie Legehennen.
Versteht sich, in geordneten Reihen,
es ist zum Krähen, äh, zum Schreien.
Das Federvieh liebt Sitzstangen,
Badetücher sind deren Verlangen.
Anderswo sehnt man sich nach Ruhe,
hier erfreut man sich an der Bambule,
egal ob aus dem Radio, beim Ballspiel,
jeder Ton erweckt ein höheres Ventil,
das der anderen Lautstärke übertrifft,
hier bin ich der Oberbrüller, du nicht.
Ob sie auf der Wiese fläzen oder brüllen,
bei beidem lassen sie sich grillen,
um braun, noch brauner zu werden,
Berge von Öl und Fett die Haut färben.
Und so brutzeln die einen in der Sonne,
die anderen für des Leibes Wonne.
Die Nachahmung ist frappierend,
das Verhalten ist grassierend,
der Hahn ist tot,
der Mensch ein Idiot.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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