Wetterextreme bestätigen den Klimawandel


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Deutliche Zahlen oder auch Indizien einer bestimmten Entwicklung?

Unser Klima auf Erden hat die Menschheit stets beschäftigt, zumal früher weder raffiniert konstruierte Regenschirme vorhanden waren, draußen auf den Feldern keine Maschinen diese bewirtschafteten, schutzlos Mensch und Tier dem Wettergeschehen ausgeliefert war. Und dennoch sind wir betroffen, all den Wetterextremen ausgesetzt, bestätigt sich immer wieder aufs Neue der Klimawandel, müssen wir Indizien einer bestimmten Entwicklung feststellen.

Viele Zeitgenossen versuchen zu beschwichtigen, weisen auf völlig normale Wetterkapriolen hin, die schon immer stattgefunden haben mögen. Gleichzeitig wird gern frühere Unwissenheit betont, zumal auch die Möglichkeiten einer genaueren meteorologischen Beobachtung nicht gegeben sein soll. Solche Einwände mögen durchaus berechtigt sein, aber ein durch den Menschen beeinflußter Klimawandel ist nicht mehr so simpel wegzudiskutieren.

Mutter Erde und seine extremen Wetterbedingungen

Zwischen den beiden Extremen der jemals weltweit höchst gemessenen Temperatur und der tiefstgemessenen liegen immerhin genau 147° C! Am 21. Juli 1983 wurde bei der Wostok-Station in der Antarktis mit –89,2° C die tiefste Temperatur gemessen, hingegen nach wie vor die in Libyen bei der Wetterstation El Aziziah am 13. September 1922 gemessenen 57,8° C als die höchste Temperatur gilt. Inzwischen gibt es einen neuen Hitzerekord, der allerdings per Satellitenbeobachtung zustande kam: Im Jahre 2007 wurden in der iranischen Wüste Lut 70,7° C gemessen. Aber auch in Deutschland wurde es am Heiligen Abend 2001 am bayrischen Funtensee mit seiner jemals erreichten Tiefstemperatur von –45,9° C empfindlich kalt.

Einen Temperatursturz innerhalb von zwölf Stunden von nahezu 50 Grad Celsius mußten die Menschen in Fairfield (Montana) durchleben: Am 24. Dezember 1924 fiel das Quecksilber von 17,2° C auf –29,4° C! Die weltweit größte Regenmenge innerhalb von 24 Stunden soll in der Gemeinde Cilaos auf der im Indischen Ozean gelegenen Insel La Reunion am 15. und 16. März 1952 mit 1.870 Liter pro Quadratmeter gefallen sein. Das entspricht einer Wassermenge von fast zehn Badewannen. Hierzulande ereignete sich der heftigste Wolkenbruch im Allgäu bei Füssen: Innerhalb von 8 Minuten fielen 126 mm Regen am 25. Mai 1920.

In der letzten Juliwoche 2010 fiel im US-Bundesstaat South Dakota das wohl weltweit größte und schwerste Hagelkorn vom Himmel: Es hatte einen Durchmesser von 20,32 cm und wog 0,875 kg und wird in einer Gefriertruhe aufbewahrt. Verbleiben wir kurz in den USA. Der längste fortlaufende Weg eines Tornados betrug 471 km. Am 26. Mai 1917 fegte er 7 Stunden und 20 Minuten lang durch die Bundesstaaten Illinois und Indiana. Die weltweit bisher höchste Geschwindigkeit wurde mit einem Dopplerradargerät beim Oklahoma Tornado Outbreak gemessen, der am 03. Mai 1999 bis zu 511 km/h erreichte.

Alles nur Zufall im Zusammenspiel ganz gewöhnlicher Klimakapriolen?

Herrlich, wie schnell und vollmundig eine Thematik kleingeredet wird, die man kaum wirklich greifen kann. Niemand ist bis heute in der Lage, eine sichere langfristige Wetterprognose zu erstellen. Hatten wir schon im Sommer 1976 mit extreme Dürre zu tun, forderte die Hitzwelle in der ersten Hälfte des Augusts 2003 an die 70.000 Tote in Europa, kämpfen auch in diesem Jahre etliche Gemeinden mit Wasserknappheit, hält die Trockenheit uns in Bann, Waldbrände in Schweden und Griechenland sorgten für entsprechende Katastrophen für Mensch und Natur.

Wer jetzt von ganz gewöhnlichen Klimakapriolen spricht, die es schon immer gegeben haben soll oder gar von Zufall, der verkennt den Ernst der Lage. Was muß noch alles geschehen, damit Mensch endlich beginnt, sein Tun zu reflektieren? Sicherlich haben manche Romane oder Filme, wie z.B. Roland Emmerichs Film The Day After Tomorrow dazu beigetragen, das Thema des Klimawandels erst recht zu bagatellisieren, aber mit den altbekannten Prophezeiungen eines Edgar Cayce, die allesamt Stückweise eintreten, wird es vielfach schwieriger, Gegenargumente zu formulieren.

Tritt da etwa ein bevorstehendes Szenario zutage, welches viele Zeitgenossen besser unter den Tisch wähnen, anstatt endlich Verantwortung zu übernehmen? Diese wiederum fordert ein resolutes Umdenken in Sachen Raubbau und kontinuierliche Zerstörung unseres wunderbaren Blauen Planeten? Mit Sicherheit, aber es darf nicht sein, was bisherig prima und eiskalt ohne Widerstand funktioniert hatte. Daher bezichtigt man halt einfach jede berechtigte Kritik der Lüge, der Mär oder der verträumten Illusion. Wetterextreme werden somit weiterhin zunehmen, ob Mensch sich einig oder nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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