US-Wahlkampf beginnt bereits im Herbst 2018


Trump lädt seinen Wahlkampfmanager Putinowitsch ein

Eigentlich wäre im Januar des nächsten Jahres erst Halbzeit der Präsidentschaft von Donald Trump, somit der bevorstehende Wahlkampf noch in absehbarer Ferne. Aber der blonde Dolle bricht auch hierbei mit üblichen Gepflogenheiten, schließlich entspricht und ergänzt dies seinem bisherigen Werdegang.

Obendrein wurde zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise die Einmischung der Russen im letzten Wahlkampf aufgearbeitet, geschweige denn tatsächlich hinterfragt. Stets schaffte The Donald es, Verdachtsmomente und Vorwürfe herunterzuspielen. Dabei verhalfen ihm die von Beginn an in Szene gesetzten Behauptungen von Fakenews der US-amerikanischen Medien. Alles sei Lüge, nur sein Wort gelte.

Im größten Land der Erde bestritt der hochgelobte Präsident Wladimir Putin, daß seine Gefolgsleute in den Wahlkampf der Amis nicht interveniert hätten, von Einflußnahme könne keine Rede sein. Soweit der Stand der Dinge, während alle Welt rätselt, wie es in jener diffusen Angelegenheit weitergehen möge.

Dem muß man entschieden vorbeugen, schließlich habe Humpty-Trumpty längst erkannt, welche Vorteile ihm geboten in der Rolle des Präsidenten. Den taste man ja nicht an, nahezu ein Freifahrtschein unsäglich rüpelhafter Möglichkeiten, egal ob dies auf weltpolitischen Parkett gut oder eben weniger gut ankommt. Das neuliche Treffen, man sprach gar vom Helsinki-Gipfel, der bekanntlich stets den Stand der beiden großen Supermächte ausloten sollte, diente ihm in Wirklichkeit, seinen Wahkampfmanager Putinowitsch gleichzeitig zu treffen.

Bestens gewappnet, lud er ihn in Folge nach Washington ein, dort könne man die begonnenen Gespräche vertiefen, man wolle diesmal gänzlich ausschließen, daß irgendwelche Gerüchte nach außen dringen, die Russen würden erneut den US-Wahlkampf manipulieren. Zeit genug, jetzt im Sommer die Weichen zu stellen. Wer schon weltweit an Glaubwürdigkeit verliert, holt sich eben mal Bestätigung beim angeblichen Gegner, der lediglich eine Rüstungsspirale anheizen soll. Das machte The Donald mal wieder deutlich beim Nato-Gipfel, dabei Deutschland heftig anmahnend.

Daß in Wirklichkeit Europa verunsichert wird, bemerken viele noch nicht, lassen sich eher ein auf dem Weg zurück zum Nationalismus. Beste Voraussetzung für zukünftige Kriegsszenarien, nachdem die Dritte und Vierte Welt gänzlich unterjocht, der nimmersatte Neoliberalismus fordert seinen Tribut. Putinowitsch sei Dank darf Humpty-Trumpty einer zweiten Amtszeit entgegenblicken. Die Amis zwar gespalten, aber das berühmte I-Tüpfelchen des fragwürdigen Wahlgesetzes wird wohl erneut reichen, um ihn gewähren zu lassen. Dann lautet’s nicht God save the Queen, sondern vielmehr Trump vents one’s spleen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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