Chancen einer Welt des Umbruchs


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Welche Fehlentwicklungen zu neuen Wegen führen können

Schwarz-Weiß-Denken kann niemals ein guter Ratgeber sein, ganz besonders wenn Vielschichtigkeit der Völker vorhanden ist, auch wenn der ursprüngliche, europäische Gedanken sicherlich seine Berechtigung hat. Gerade in den letzten Jahren offenbaren sich die offenkundigen Widerstände der Völker, bzw. der Menschen, die den Mut haben zu protestieren.

Daß dabei angesichts vieler Provokationen auf beiden Seiten, also Polizei und Demonstrierende, die Gewalt in ihren eskalierenden Gesetzmäßigkeiten sich entlädt, liegt auf der Hand. Zu Lösungen kann dies normalerweise nicht führen. Dennoch Grund genug zu hinterfragen, was die Ursachen anbelangt.

Im Taumel zwischen sozialen Notständen und gezielter Ausbeutung

Auffällig sind die Gemeinsamkeiten der Probleme: zunehmende Armut bei gleichzeitigem Bedienen der Lobbyisten. Das perfide Spiel der fleißig fortschreitenden Ausbeutung durchschauen immer mehr Menschen, selbst wenn vielerorts für „Ablenkung“ gesorgt wird. Angesichts rapide steigender Preise bei gleichzeitigen realen Lohnsenkungen merkt auch der friedlichste Bürger irgendwann die Differenz zwischen vorgegaukelter Schönrederei seitens der Wirtschaft und der Politik sowie der kalten, nüchternen Wirklichkeit.

Der Mittelstand war bisher die wichtigste, tragende Säule zwischen den Armen und den wirklich Reichen, um innerhalb dieser breiten Schicht für Ausgleich zu sorgen. Die Mär vom ewigen sich vermehrenden Wachstum hat sich erübrigt angesichts der Tatsache, daß das Karussell der Ressourcenausbeutung zusammen mit der rücksichtslosen Umweltbelastung sich nicht mehr weiter drehen kann, weil Mutter Erde selbst längst der Menschheit die Grenzen diktiert hat, unabhängig von den unübersehbaren Tatsachen. Nicht nur der Satz der Cree hat sich an manchen Orten bewahrheitet, darüber hinaus glaubt Mensch tatsächlich, er könne diese Gesetzmäßigkeiten überlisten, wenn wir nur an die Gentechnik, die Atomkraftwerke und andere Risiken denken.

Das kontinuierliche Ignorieren bestimmter Restrisiken bedeutet lediglich eine Verschiebung der Problembewältigung, wobei nach einer bestimmten Entwicklung, bzw. Zeitspanne oftmals der Schaden irreparabel groß sein wird, wenn wir nur an den Zerfall radioaktiven Mülls denken. Bei der Gentechnik sind die sich verselbständigenden, biochemischen Symbiosen und Prozesse bis hin zu nicht erkennbaren Entwicklungen ein völlig unkalkulierbares und somit sehr gefährliches Risiko, welches da nonchalant hingenommen wird. Und das unter dem fadenscheinigen Argument der Welternährungsprobleme. Klar doch, wer mit Monokulturen, Straßen- und Städtebau sowie Industrialisierung seine eigene Umwelt zunichte macht, darf sich nicht wundern, daß die Agrarbewirtschaftung zu leiden hat.

Konflikte noch deutlicher benennen

Auf der einen Seite hat Mensch sich immer reflektiert, auch wenn die Zahl derer früher im Verhältnis zur heutigen Zeit wesentlich geringer war. Das hat einen einfachen Grund: Die Möglichkeit sich Wissen anzueignen, war noch nie so simpel und umfangreich, wie dies jetzt geschieht. Mit dem Beginn des Internets wurde dies sogar erheblich gesteigert. Gleichzeitig gibt es immer noch einen Großteil der Menschheit, die nicht in den Genuß kommt, an dieser Entwicklung teilzuhaben, um gleichzeitig sich vielerorts um das nackte Überleben zu bemühen hat. Ausbeutung bedeutet immer Armut als Folge, und sie müßte erst gar nicht mehr vorhanden sein, wenn gerechte Systeme dafür sorgen würden.

Das hat ganz viel mit Kommunikation, aber auch alten, historischen Strukturen zu tun, die überwunden und geklärt werden sollten. Einmal diese Probleme benannt, analysiert und konstruktiv stückweise mithilfe der internationalen Gemeinschaft auf gesunden Weg gebracht, bestehen tatsächlich Chancen für alle Betroffenen. Das liest sich gut, ist dennoch so komplex und kompliziert, daß man fast schon das Handtuch werfen möchte, wäre da nicht die riesengroße, weltweite Not. Es muß daher zwangsläufig ein kollektives Bewußtsein schnellstmöglich entstehen, will Mensch überhaupt noch eine Chance haben, all diese Konflikte zu lösen. Über Kriege, Zerstörung und Zunahme des Elends als Folge mögen manche gewinnbringende Vorteile dadurch haben, so zynisch real das klingt und dann auch faktisch ist, dennoch wird auf diese Weise niemand gewinnen können. Am Ende führen die ungeklärten, sozialen Miseren wieder einmal zu Gewalt und Terror.

Das Wesen des Menschen hat wohl immer noch nicht gelernt, im Einklang mit sich selbst und der Natur zu sein, offenbart das ewige Machtstreben nach Reichtum und Ausbeutung ziemlich klar den getrübten Geist der scheinbaren Überlegenheit. Demut und Zufriedenheit, Nächstenliebe und Respekt vor Mutter Erde, das sind unsere Ziele für die Zukunft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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