Monarchien durchaus unzeitgemäß


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Dennoch geduldet angesichts sozialer Mißstände?

Neiddebatten führen stets in Sackgassen, weil die Angeprangerten sich nicht in Luft auflösen können angesichts einer Lawine trotz völlig berechtigter Argumente, schon gleich gar wenn der Ton vehementer, die Wut eskalierend sich am Liebsten ihren Weg bahnen möchte.

Abgesehen davon, widerspricht eine solche Vorgehensweise gänzlich dem Humanismus. Dennoch verbleibt ein äußerst fader Beigeschmack an Assoziationen, wer sich tatsächlich sehr kritisch mit den unterschiedlichen weltweiten Monarchien auseinandersetzt, die aufgrund drastisch zunehmender sozialer Mißstände nicht nur als unzeitgemäß zu bezeichnen sind, aber dennoch geduldet werden.

Trotz Aufklärung, Staatenbündnissen und Demokratien erstaunlich viele Monarchien

Die historische Entwicklung offenbart nach wie vor ihre Zeugnisse aus vergangenen Zeiten, abgesehen von den vielen bestehenden Burgen und Schlössern, in den noch weltweit existierenden 44 Monarchien, wobei man zwischen dem einzigen Kaiserreich, nämlich Japan, den 33 Königreichen, 3 Emiraten, 3 Fürstentümern, 1 Großherzogtum, 2 Sultanaten und dem Vatikan (Europas letzter absoluten Monarchie und einzige christliche Theokratie der Welt) unterscheidet. Besonders auffallend hierbei: Außer Japan, den Emiraten und Sultanaten entstammen sämtliche anderen Monarchien dem Einfluß europäisch christlicher Prägung.

Das Regierungssystem der Monarchie lediglich ein veraltetes Relikt aus der Vergangenheit ohne großartige Bedeutung in heutiger Gegenwart? Wer dies glaubt, sollte nicht historisch gewachsenen Reichtum mit all seinen Erbfolgen, kriegerischen Territorialansprüchen bis hin zu ganzen Kapitalgesellschafen unterschätzen, die aus monarchistischen Strukturen hervorgegangen entstanden. Unabhängig von der zweifelhaften Rolle des Ausnahmestatus Vatikanstadt, zugleich dem kleinsten anerkannten Staat der Welt, bleibt die offene Frage: Warum denn Monarchien nicht einfach abschaffen?.

Die Königreiche des ehemaligen Britischen Empires und Commonwealths

Weltweit betrachtet war das englische Königreich, das British Empire, die erfolgreichste Expansion, die vom europäischen Boden ausging und bis heute noch an Macht und Einfluß nicht unterschätzt werden sollte. Und dabei bemerkt Polly Tonybee völlig berechtigt, daß die Monarchie die Briten klein hält, obwohl sie gleichzeitig aufzeigt, inwieweit die Menschen den Glamour des Königshauses beurteilen, dennoch meint, die politische Macht sei minimal.

Nun, wer sich die 16 Commonwealth Realms vergegenwärtigt, auch wenn diese allesamt dem Commonwealth angehören, zusammen mit etlichen Kronbesitzungen und Überseegebieten, dem wird schon deutlich, daß noch Verbindungen des alten Empires nachwirken. Bezieht man dabei noch die lose Verbindung des Commonwealth of Nations mit seinen 53 Mitgliedsstaaten ein, jüngstes Mitglied wurde 2009 die Republik Ruanda, sollte spätestens dann die daraus resultierende Macht offensichtlich sein, obwohl er sich nur auf einer rein konstitutionell bestehenden Verbindung zwischen dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und der Treue zur Krone beruft.

Widerspruch Monarchie und Armut – sozialer Zündstoff vorprogrammiert

Vermögen die Medien, allen voran das Fernsehen, die Menschen weiterhin hinhalten, Hauptsache sie fallen auf den Starkult und Glamour der Königshäuser herein? Können Monarchien auf Dauer Bestand haben, sich selbst rechtfertigen angesichts zunehmender Armut, die ebenso in Europa längst sichtbar geworden?

Wir blicken gen europäischen Süden, weil dort zweifellos die Mißstände am heftigsten sich offenbaren, dennoch wird andächtig auf die Rehabilitation eines Königshauses wie z.B. das der Niederlande gebannt gestarrt, obwohl auch diese Monarchie früher heftigst in Übersee, vor allem in Indonesien, ihr Unwesen trieb, den gesamten eroberten, unermeßlichen Reichtum auf Kosten der dortigen Bevölkerung scheffelte.

Nein, das hat mit Mißgunst nichts zu tun. Sondern soll vielmehr daran erinnern, wessen Schuld solche Monarchien sich letztlich im Laufe der Jahrhunderte aufgeladen haben, um heute unerschrocken ihr Dasein zu rechtfertigen, sogar noch Ansehen und Respekt erhalten, weil die Welt königlicher Mythen so interessant und spannend sich in etlichen Büchern und Zeitschriften widerspiegelt bis hin auf den Mattscheiben. Und so verbleibt die Frage im Raum stehen: Wie lange werden Monarchien ihr selbsterschaffenes Dasein aufrecht erhalten können?

Mit scharfberechtigter Kritik bemerkte Heinrich Heine mal:

„Wenn es den Kaiser juckt, so müssen sich die Völker kratzen.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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2 Antworten zu Monarchien durchaus unzeitgemäß

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Monarchien bewegen sich schon seit längerem auf dünnem Eis, denn sie fungieren nur noch als Marketinginstrument und stärken das Identitätsgefühl ihrer Bürger, aber dazu müssen die Königshäuser ein strammes Programm absolvieren und ohne Fehl und Tadel bleiben, sonst droht ihr Ende.

    Gefällt 3 Personen

  2. wolfgang fubel schreibt:

    Niemand braucht diese Maden im Fleisch der Völker!
    Sie sind Flüssiger als Flüssig! Absolut Überflüssig

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