Bonobos lebensbedrohlich gefährdet – Gier nach Erdöl der Anlaß


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Kongos Regierung plant Verkleinerung der Nationalparks Virunga und Salonga

Mit simplem Wegschauen wird es nicht getan sein, ebenso wie mit der Einstellung, es würde sich alles irgendwie richten. Dann könnte es längst zu spät sein für die noch ziemlich unbekannte Menschenaffenart, den Bonobos, die in den tropischen Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo beheimatet sind.

Der Regierung Kongos fällt nichts besseres ein, als einen großen Teil des Salonga Nationalparks zur Erdölförderung freizugeben, der Verein Rettet den Regenwald mahnt mit einer Petition an: „Erdöl aus Nationalparks? Dumme Menschenidee“ Doch was selbst trotz etlicher Verwicklungen des Films Planet der Affen die Realität noch zu toppen scheint, hinterläßt keinerlei Entrüstung in der Weltpolitik. Die hat sich ziemlich offensichtlich mit Korruption abgefunden, man könnte schnell vermuten, weil selbst daran nicht unbeteiligt partizipiert.

Konfliktbewältigung mittels Sex

Soviel konnte bisherig bei den Pan paniscus, den Bonobos, ebenso aus der Gattung der Schimpansen, beobachtet werden. Ansonsten weiß man wesentlich weniger über jene Menschenaffenart, die im Gegensatz zum Gemeinen Schimpansen kein aggressives Verhalten an den Tag legt, viel eher Konflikte anders löst, „sexuelle Tätigkeit eher beiläufig und entspannt sei, sie scheint ein vollständig natürlicher Teil ihres Gruppenlebens zu sein“, wie der niederländische Zoologe Frans de Waal nach Beobachtungen kommentierte.

Bei Bonobos kommen somit diplomatische Praktiken zum Einsatz, wovon sich ihre Artgenossen aus derselben Affenfamilie eine Scheibe abschneiden könnten, erst recht Mensch selbst, der meist stets kriegerisch auftritt. Mit ein verlockendes Indiz: Profitmaximierung durch Erdölförderung. Da stören somit auch Nationalparks, deren Schutzstatus man kurzerhand aufhebt.

Bloomberg meint, 40 Prozent des Nationalparks Salonga sei betroffen

Soweit die Einschätzung des US-amerikanischen Medienunternehmens gegen Ende Juni dieses Jahres, die freizugebende Fläche zur Erdölbohrung umfasse ca. 15.000 Quadratkilometer, was knapp der Größe Thüringens entspricht. Hinzu kommen die dubiosen Geschäftspraktiken der undurchsichtigen Firma COMICO, wie Rettet den Regenwald e.V. kommentiert, Recherchen hätten die eigentlichen Teilhaber nicht benennen können, der Verdacht großangelegter Korruption liegt nahe.

Wieder einmal ziehen betroffene Tierarten den Kürzeren, wenn Mensch nicht beherzt und mit Nachdruck entsprechend interveniert. Petitionen mögen einiges bewirken, allerdings wird es eher schwierig, zumal die Demokratische Republik Kongo bürgerkriegsgebeutelt ohnehin als eines der rohstoffreichsten Länder es nicht so mit Menschenrechten, einer Pressefreiheit hält, Armut nicht etwa abgebaut wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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Eine Antwort zu Bonobos lebensbedrohlich gefährdet – Gier nach Erdöl der Anlaß

  1. Einbesucher schreibt:

    Liebe Querdenkende,
    Bonobos sind nicht nur hinsichtlich Ihrer Konfliktlösungsstrategien besonders, sondern weisen auch kognitive Fähigkeiten auf, die deutlich weiter entwickelt zu sein scheinen, als bei anderen Affen. Z.B. sind sie in der Lage Sprache (menschliche Sprache) zu verstehen und zur Kommunikation einzusetzen, Feuer zu machen um Marshmellows zu rösten und vieles mehr. Dies hat eine Forschergruppe herausgefunden, die Seit einigen Jahren mit einem Bonobo namens Kanzi zusammen lebt. Auf youtube gibt es einige interessante Beiträge dazu:

    https://www.youtube.com/results?search_query=kanzi+bonobo

    Vielleicht habt Ihr ja Lust die Infos aufzuarbeiten

    Gefällt mir

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