Das Paradies mit Füßen treten?


Bitte halt mich ganz fest – wir müssen reden Was für ein seltsamer Traum dich fallenläßt in den frühen Morgenstunden, im nächsten Moment schreckst du hoch, sitzt senkrecht im Bett, weil ein zweimaliges, kurzes, aber resolutes Klopfen an deiner Schlafzimmertür dich aufweckt. Vorbei das verzwickte Erlebnis, zurück in der Wirklichkeit schießen dir alle möglichen Szenarien durch den müden Kopf. Doch dein treuer Hund liegt reglos neben dir, das Geräusch muß daher aus dem Nichts in deinen Traum getreten sein. Trotzdem fragst du dich, wer oder was da erschien. Natürlich hast du die Gewißheit, daß da nichts ist, weil nach dem Aufstehen alles normal sich verhält wie sonst auch. „Bitte halt mich ganz fest, wir müssen reden.“ Mit diesen Worten weckst du deine Lebensgefährtin auf, die ebenso nichts bemerkt, und du ahnst ein wenig unsicher: zu viel der Worte oder einfach nur ratlos? Gefangen im Gleichklang stiller Momente Wer gibt uns das Recht, über andere vorschnell und meist unbedarft zu richten? Menschen erheben sich, meinen tatsächlich, sie würden das Seelenleben eines vermeintlich Schwächeren, oftmals gar Hilfesuchenden duchschauen oder verstehen, ohne sich dessen bewußt zu werden, daß dies niemals gänzlich gelingt. Allein die Vorstellung der Trilliarden von Gedankenverknüpfungen zusammen mit dem unendlich schnelleren, unbewußt geschehenden Informationsaustausch in den Nervenbahnen, die hin- und herschießen in unserem Körper, ihn auf „Betriebstour“ bringen, der Folgemöglichkeiten bestimmter oder unbestimmter weiterer Reaktionen des Handelns, Denkens und Fühlens, zeigt sehr deutlich, wie komplex es im Leben des Menschen ausschaut. Und dann stellen sich gewiße Zeitgenossen hin, verurteilen, richten und töten im Namen des Volkes, sogar des Herrn. Die Schöpfung erlaubt eine Vielfalt, die kaum nachvollziehbar, obendrein lediglich bruchstückhaft langsam verstanden wird. Was zeichnet das angeblich höchste Wesen auf Erden aus, dermaßen unerschrocken sein eigenes Paradies mit Füßen zu treten? Widersprüche aufdecken - Licht ins Dunkel bringen Gibt es Erlösung aus dem Dilemma einer unendlichen Kette der Gewalteskalationen, die bisherig nicht abreißt? Das Übel begann mit diesem Bibelgleichnis, als Kain Abel erschlug, die Menschheitsfessel des Nachstellens und Mordens sich seitdem wie ein Krebsgeschwür, ein Fluch ausbreiten darf. Ungehemmt, nahtlos sich Mächte das Recht nehmen, im Namen ihrer eigenen Gesetze ihre „Untertanen“ zu versklaven, sie zu morden. Eine wahrhaft extrem unverständliche Polarität seitdem Menschheit sich zurechtgerückt hat, in ihr eine Normalität interpretiert, es gäbe nicht nur das Gute, das Böse sich gefälligst als lachend feixender Herrscher durchsetzen darf. Ein Freifahrtschein bedeutet, sämtliche Gewalt zu rechtfertigen? Wir müssen Widersprüche aufdecken, sie entlarven, um Licht ins Dunkel zu bringen. Wenn wir es nicht tun, wie weit soll noch das ganze Ausmaß menschenzerstörender Gewalt sich ausbreiten dürfen? Solange, bis tatsächlich der Blaue Planet in Schutt und Asche gelegt, kein Leben auf ihm mehr kreuchen darf? "Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen." (Albert Einstein) Lotar Martin Kamm Kategorie: Gesellschaft

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Bitte halt mich ganz fest – wir müssen reden

Was für ein seltsamer Traum dich fallen läßt in den frühen Morgenstunden, im nächsten Moment schreckst du hoch, sitzt senkrecht im Bett, weil ein zweimaliges, kurzes, aber resolutes Klopfen an deiner Schlafzimmertür dich aufweckt. Vorbei das verzwickte Erlebnis, zurück in der Wirklichkeit schießen dir alle möglichen Szenarien durch den müden Kopf.

Doch dein treuer Hund liegt reglos neben dir, das Geräusch muß daher aus dem Nichts in deinen Traum getreten sein. Trotzdem fragst du dich, wer oder was da erschien. Natürlich hast du die Gewißheit, daß da nichts ist, weil nach dem Aufstehen alles normal sich verhält wie sonst auch. „Bitte halt mich ganz fest, wir müssen reden.“ Mit diesen Worten weckst du deine Lebensgefährtin auf, die ebenso nichts bemerkt, und du ahnst ein wenig unsicher: zu viel der Worte oder einfach nur ratlos?

Gefangen im Gleichklang stiller Momente

Wer gibt uns das Recht, über andere vorschnell und meist unbedarft zu richten? Menschen erheben sich, meinen tatsächlich, sie würden das Seelenleben eines vermeintlich Schwächeren, oftmals gar Hilfesuchenden duchschauen oder verstehen, ohne sich dessen bewußt zu werden, daß dies niemals gänzlich gelingt. Allein die Vorstellung der Trilliarden von Gedankenverknüpfungen zusammen mit dem unendlich schnelleren, unbewußt geschehenden Informationsaustausch in den Nervenbahnen, die hin- und herschießen in unserem Körper, ihn auf „Betriebstour“ bringen, der Folgemöglichkeiten bestimmter oder unbestimmter weiterer Reaktionen des Handelns, Denkens und Fühlens, zeigt sehr deutlich, wie komplex es im Leben des Menschen ausschaut.

Und dann stellen sich gewiße Zeitgenossen hin, verurteilen, richten und töten im Namen des Volkes, sogar des Herrn. Die Schöpfung erlaubt eine Vielfalt, die kaum nachvollziehbar, obendrein lediglich bruchstückhaft langsam verstanden wird. Was zeichnet das angeblich höchste Wesen auf Erden aus, dermaßen unerschrocken sein eigenes Paradies mit Füßen zu treten?

Widersprüche aufdecken – Licht ins Dunkel bringen

Gibt es Erlösung aus dem Dilemma einer unendlichen Kette der Gewalteskalationen, die bisherig nicht abreißt? Das Übel begann mit diesem Bibelgleichnis, als Kain Abel erschlug, die Menschheitsfessel des Nachstellens und Mordens sich seitdem wie ein Krebsgeschwür, ein Fluch ausbreiten darf. Ungehemmt, nahtlos sich Mächte das Recht nehmen, im Namen ihrer eigenen Gesetze ihre „Untertanen“ zu versklaven, sie zu morden. Eine wahrhaft extrem unverständliche Polarität seitdem Menschheit sich zurechtgerückt hat, in ihr eine Normalität interpretiert, es gäbe nicht nur das Gute, das Böse sich gefälligst als lachend feixender Herrscher durchsetzen darf.

Ein Freifahrtschein bedeutet, sämtliche Gewalt zu rechtfertigen? Wir müssen Widersprüche aufdecken, sie entlarven, um Licht ins Dunkel zu bringen. Wenn wir es nicht tun, wie weit soll noch das ganze Ausmaß menschenzerstörender Gewalt sich ausbreiten dürfen? Solange, bis tatsächlich der Blaue Planet in Schutt und Asche gelegt, kein Leben auf ihm mehr kreuchen darf?

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ (Albert Einstein)

Lotar Martin Kamm

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