Merkel muss weg – und zwar endgültig


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Wenn eine 6-Prozent-Partei das Land regieren will

Der Horscht kreist über den Wipfeln der Großstadtmetropole, entfleucht und berufen aus Bayerns Hauptstadt, um heimatlich das Innere im Ministerium des Reichstags zusammenzuhalten, zu beschützen, sei es notfalls mit heftigen Seitenhieben und Drohungen gegen Mutti, die oft gescholtene Frau Bundeskanzlerin.

Da fühlt er sich sauwohl, immerhin bringt dessen Partei ganze 6 Prozent an Stimmen zur gemeinsamen großen Koalition, möchte als drittstärkste Fraktion gefälligst nicht nur mitgestalten, sondern obendrein das Sagen haben. Mit freundlicher Unterstützung der Bevölkerung, die laut zusammengeschusterten Meinungsumfragen ohnehin die Kanzlerin in die Wüste schicken will, Merkel muß weg, und zwar endgültig.

Das haben schon seit langem besonders gern jene rechtsextremen Krakeeler sich auf die Fahnen… äh… Schilder und Plakate geschrieben. Nicht etwa wegen deren neoliberaler Politik, sondern weil Deutschland und Europa vor Flüchtlingen sich zur Wehr setzen sollten, wenn diese millionenfach, besonders Schlaue erahnen gar Milliarden, unsere heimatlichen Werte bedrohen. Geht gar nicht. Aber der Horscht macht keene halbe Sachen. Ganz oder gar nicht ist sein Credo, weil sich das gehört als Christ, das „sozialer“ kann man getrost streichen, in Bayern herrscht nur Reichtum, Dekadenz, Bier und Weißwurscht.

Inzwischen ist er gelandet, vermelden aufmerksame Beobachter, der Horscht, nachdem er dafür sorgte, daß ein Markus ihn per blau-weißer Rautenflagge vertritt. Was interessieren irgendwelche Koalitionsverträge oder –absprachen? Man wurschtelt scheinbar vor sich hin. Unter Strauß genoß sie noch ihre 10 Prozent, gar zweimal fast 11, die jetzige Orientierung tendiert Richtung 1949, es fehlen nur noch 0,4 Prozent. Kein Grund zur Aufregung kurz vor der Bayernwahl.

Bester Aufhänger mit erfolgsversprechender Aufmerksamkeit und Schlagzeilen sind Hetzthemen, die der Neuen Rechten in nichts nachstehen wollen, wie das ungelöste Asylrecht. Wo kommen wir denn dahin, wenn die Merkel europäische Lösungen sucht und gar findet?! Der Horscht läßt sich nix gefallen, erst recht nicht, wenn die Kanzlerin ihn entläßt. Dabei kann er auf den Rückhalt einer aufgemischten Bevölkerung rechnen. Basta.

Von West nach Ost dasselbe, sich wandelnde Bild. Politik schafft Entrüstung per installiertem Haß, Nationalismus formt erneut seine unabdingbaren Botschaften, um Völker zu spalten, am besten eine europäische Einheit zu zertrümmmern. Was Bayern kann, schafft jener entflammte Geist erst recht europa- und letztlich weltweit. Frieden geht anders, soll bloß nicht sich in Sicherheit wähnen, schließlich obsiegt stets das bösartige Spiel einer nimmersatten Elite, die fürstlich bedient werden will, koste es, was es wolle. Und sei es, einen Horscht gewähren zu lassen, weiterhin selbst zu prassen, die da unten werden sich schon hassen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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