DFB: Coca-Cola und McDonald’s locken Kind und Kegel


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Fetteste WM aller Zeiten laut foodwatch

Aufregung, viel Lärm um den Ball, der auf dem Platze gen Tor rollt. Die 21. Fußball-WM befindet sich mitten in den Gruppenspielen, Deutschland muß sich erst noch beweisen, wenn es den Einzug ins Achtelfinale nicht verpassen will. Alles Gründe, per netten Snacks sich was zu gönnen beim Verfolgen des Geschehens auf riesigen Flatscreens.

Die Lebensmittelbranche sowie Fastfoodketten boomen mal wieder, gleichwohl wie vor zwei Jahren vorneweg der DFB zur Fußball-EM per Doppelmoral glänzte, scheinen deren Macher keinerlei Einsicht zu hegen. Das profitable Geschäft sucht sich erneut seine Opfer, die bereitwillig sich von Coca-Cola, McDonald’s und Co. locken lassen. Kinderärzte kritisieren den DFB, er sei mitverantwortlich für Übergewicht bei Kindern, wie foodwatch anmerkt.

Bewegung vs. ungesunder Ernähung

Die Argumentation des DFB, wenn McDonald’s als Förderer des DFB-Fußball-Abzeichens die Bewegung von Kindern und Jugendlichen unterstütze, ohnehin auch Coca-Cola sich in karikativen Projekten engagiere, dann wäre der Verzehr eines Hamburgers keine Fehlernährung, spricht Bände. Kein Wort zu den belastenden Stoffen in jenen gesundheitsschädigenden Snacks, man redet sich seine Geschäftsinteressen lieber schön.

Selbstverständlich darf man begrüßen, wenn ein DFB für entsprechende Bewegungsempfehlungen wirbt, unbhängig davon, daß es auch andere Möglichkeiten neben dem Fußballspiel gibt, die des öfteren viel eher weniger Verletzungspotential aufweisen. Obendrein bedeutet Fußballspielen bei professioneller Ausübung Hochleistungssport mit den bekannten Gesundheitsrisiken.

Den Königsweg zur gesunden Ernährung zu finden, stellt weiterhin ein Problem dar. Von der philosophischen Streitfrage bis zur Ernährungspyramide tummeln sich etliche Aspekte, inwiefern man sich ernähren sollte, zwischen Ratschlägen und Verunsicherung verweilt der Verbraucher. Letztendlich hilft selbstkritische Beobachtung, der Austausch mit anderen.

Alle zwei Jahre vier Wochen Fußballfieber erzeugen Übergewicht?

Das wäre allzu simpel, weil in den vielen Restmonaten eben nicht jene aggressive Werbung stattfindet. Dennoch generell ein Überangebot an ungesunden Produkten in den Lebensmittelgeschäften und den Fastfoodketten den Kunden angeboten wird. Einerseits gibt es die Verlockungen einer Lebensmittelindustrie, andererseits wohl immer noch genügend Verbraucher, die ihnen nicht widerstehen können trotz zunehmender Aufklärung und Ratschlägen.

Einfach nur Ignoranz, Dummheit oder Trägheit seitens jener Konsumenten? Man muß gestehen, daß dies tatsächlich zutrifft. Ansonsten müßten ja im Laufe der letzten Jahre Kinder und Jugendliche ein normales Körpergewicht haben. Mit Blick zu Statistiken und eigener Beobachtung ergibt sich allerdings ein ähnliches Bild wie in den USA. Kein gutes Fazit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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