Berliner Express – angebliche Satire von Neuen Rechten unterwandert


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Contra Magazin Redakteur Marco Meyer alles andere als harmlos

Eine Unterwanderung der Neuen Rechten findet seit Jahren statt, oftmals fallen etliche weiterhin auf sie herein, besonders wenn Unzufriedenheit mit bestehender Politik einhergeht. Wer kennt sie nicht, die Listen „rechtsextremer Plattformen“, auch Querdenkende scheut sich bisherig keinesfalls, jene zu benennen. Denken wir an Kopp, Elsässer und Co., darunter gleichwohl die als Contra Magazin titulierte Online-Plattform, die mit einem Magazin soviel gemein hat wie eine Wüstenmaus mit der Antarktis.

Der kritische Leser möge sich mal die Mühe machen, genauer hinzuschauen, was ihm da präsentiert wird. Mit einem Blick ins Impressum wird beim Contra Magazin Marco Meyer als Chefreadakteur angegeben. Der eigentliche Herausgeber wird verschwiegen, lediglich eine All Inclusive Media Inc. stecke dahinter. Dabei wurde noch vor kurzem bei Psiram der eigentliche Seitenbetreiber, Andreas Keltscha, alias Andre Eric Keller, genannt, der ziemlich eindeutig der Neo-Nazi-Szene zuzuordnen ist.

Mit einem kurzen Blick ins Impressum des Berliner Express wird schnell klar, daß es identisch mit dem Contra Magazin ist. So weit so verwunderlich oder eben doch nicht. Denn wer den Anspruch erhebt, als dritte Satiresäule neben dem „Postillon“ und der österreichen „Die Tagespresse“ anzutreten, wie man unschwer unter dem Menüpunkt „Über uns“ nachlesen kann, der sollte dabei aber unbedingt mit offenem Visier agieren. Da paßt was nicht zusammen mit einer Seychellen-Adresse, auf den Philippinen lebend und im Sinne einer rechtsradikalen Gesinnung schreibend. Unterwanderung von Neuen Rechten als satirische Spielwiese? Genial oder eher größenwahnsinnig?

Was lange währt, wird endlich gut. Steter Tropfen höhlt den Stein. Wir sollten Propaganda niemals unterschätzen, besonders in Zeiten von Fakenews. Gerade weil die Bezeichnung einer Lügenpresse erneut sich etablieren möchte, es vielerorts gar schafft, gilt erst recht, noch wesentlich genauer zu differenzieren. Erfolge basieren nicht immer aufgrund akribischer Arbeit, oftmals schwingen entsprechende Strategien mit, um die eigene Aufmerksamkeit zu erhalten.

Lassen Sie sich nicht täuschen, auch wenn jeder lesen mag, was ihm gefällt. Manchmal verbergen sich simple Botschaften in den Texten, die auf Dauer die eigene Meinung verändern. Kritische Hinterfragung kann nur funktionieren, wer sich dabei selbst treu bleibt. Schwarz-Weiß-Denken ist ohnehin fehl am Platz. Nur Rechtsextremismus hat weder in der Politik noch in der Medienlandschaft etwas verloren. Solche Verbrechen sollten schon gleich gar nicht hofiert werden!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Medienschelte

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