Earth Overshoot Day rückt gen Juli


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Australier und US-Amerikaner benötigen jeweils mindestens 5 Erden

In den Tag hineinleben, einfach sich fallen lassen im Rausch ewiglichen Konsums, Hauptsache es geht einem gut, was interessieren schon all die weltweiten Probleme, die unser Verhalten nach sich ziehen, man merkt doch kaum bis gar nichts davon. Welch Trugschluß, zumal wer genauer beobachtet, längst erkennen sollte, daß selbst hierzulande vieles aus dem Gleichgewicht geraten.

Die Non-Profit-Organisation GFN (Global Footprint Network) hat den Earth Overshoot Day ins Leben gerufen, der Tag, an dem die errechneten Jahresressourcen der Welt aufgebraucht sein werden. Das GFN arbeitet dabei mit über hundert Partnerorganisationen, aber auch Städten, Ländern, Industrieunternehmen zusammen, um somit den Ökölogischen Fußabdruck einzusetzen, dessen Meßmethode mit einem komplexen Kennzahlensystem zustandekommt.

Seit 1971 verbrauchen wir mehr Ressourcen als zur Verfügung stehen

Errechnet wurde der 21. Dezember, wo der jährliche Verbrauch erschöpft war. Selbst 1990 befand sich jene Entwicklung noch im Dezember, wurde der 07. Dezember als Earth Overshoot Day errechnet. 15 Jahre später war dieser Tag der 20. Oktober, die Entwicklung schritt wesentlich schneller voran, weil schon fünf Jahre später, am 21. August 2010, der Erdüberlastungstag festgelegt wurde.

Seitdem verharrt zwar Menschheit im Sommermonat August, offensichtlich macht sich ein Umdenken breit, was dennoch keine Entwarnung bedeuten muß, aber zumindest ein kurzfristiges Innehalten. Diesjährig wird es der 01. August sein.

Greenpeace bietet etliche positive Vorschläge an

Um Ausreden zu verhindern, eben aufzuzeigen, daß Mensch und Konsument durchaus Möglichkeiten hat, den Earth Overshoot Day wieder nach hinten zu verbannen, weil wir inzwischen schon 1,7 Erden bräuchten, die eine Welt nicht genug ist.

Zurück zum Leitungswasser, zumal wir gerade hierzulande meist über eine hohe Trinkwasserqualität verfügen, den Fleischkonsum senken, nicht gleich alles ausdrucken, eher weniger Papier verschwenden, Plastikmüll vermeiden, Nahrungsmittelabfälle halbieren, um nur einige Vorschläge der Greenpeace-Liste zu zitieren, verhelfen durchaus, unser Bewußtsein zu schärfen. Nützt aber auch nur etwas, wenn man konsequent sie umsetzt, nicht eine Minderheit, sondern eine große Mehrheit.

Eine schöne neue Welt gewollter Ignoranz belastet uns weiterhin, obwohl etliche wenigstens beginnen, umzudenken. Dazu bedarf es natürlich, ideologische Schranken abzubauen, nüchtern den Tatsachen ins Auge zu blicken, genauer hinzuschauen, was da vor unser aller Augen geschieht. Mit Lippenbekenntnissen wird es nicht getan sein.

„Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.“ (Hermann Hesse)

Wer diese Erkenntnisse hat, weiß nur zu genau, woran die Menschheit krankt. Wann beginnt sie, endlich wieder ihr verlorenes Paradies aufzubauen, bevor es endgültig verloren?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Earth Overshoot Day rückt gen Juli

  1. Nashika schreibt:

    Wo man aufpassen muss, ist das alles der gesamten Bevölkerung in die Schuhe zu schieben. Weil vorallem von Großkonzernen der Umweltabdruck vergrößert wird, der nicht der Zivilbevölkerung zur verfügung steht.

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