The Donald entpuppt sich erneut als beleidigte Leberwurst


Sandkastenspielchen wider Weltpolitik

Unabhängig davon, daß ein derartiger G7-Gipfel enorme Kosten nach sich zieht, der Sinn solcher Treffen völlig zu Recht in Frage gestellt sein sollte, bewies jener 45. US-Präsident mal wieder mit seiner unberechenbar cholerischen Art, was man von ihm halten mag. Mit seinem Rückzieher zum Ja der Abschlußerklärung offenbart er aller Welt, inwieweit man sich auf dessen Wort eben nicht verlassen kann.

Keine gute Voraussetzung für das baldige Treffen mit Kim Jong-un, der Garantien aus dem Munde Trumps durchaus anzweifeln sollte. Prompt folgt gleichwohl das Prozedere der Twitter-Gewitter, The Donald geht auch auf Deutschland los. Völlig berechtigt beruft sich die Bundesregierung auf die schriftlich verfaßte, rechtskräftig beschlossene Erklärung zum G7-Gipfel.

Wie ein roter Faden obsiegt jene Trumpomanie

Das entspricht in keiner Weise dem so angepriesenen vertrauensvollen Kurs einer Politik, die Menschenrechte bewahren und vor allem weltweiten Frieden anstrebt. Ohnehin haben die USA im Laufe der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg das Gegenteil mehr als verdeutlicht, wer sich die Liste sämtlicher kriegerischer Einsätze und Beteiligungen vergegenwärtigt, in die jene Weltmacht verstrickt. Aber mit einem Donald Trump an der Spitze des Hegemons, dessen Trumpomanie sich als Lachnummer entpuppt, kurz vor Beginn seiner Amtszeit, stand bereits die Frage im Raum, daß man eine Politik der Eskalation erwarten muß.

Gerade mal nach zweimonatiger Amtszeit wurde schon in Erwägung gezogen, ob Donald Trump dritter Kandidat für ein Amtsenthebungsverfahren sei. Was damals schon im Vorfeld zu enormen Vertrauensverlust sorgte, die Blauäugigkeit jenes neuen Präsidenten viele irritierte, dessen Hire&Fire-Praxis im Kontext zu eigenem Machterhalt und der ewigen Leier, die Medien anzugreifen, sorgte natürlich für gewissen Unmut quer durch alle Gesellschaftsschichten, wobei besonders die arme Bevölkerung durch dessen harten Sparkurs ewartungsgemäß zu leiden hat.

Isolation der USA erschafft neue Allianzen sowie Kriegsgefahren

Wer stets ein America First einfordert, gleichzeitig aber Handelsverträge, Vereinbarungen mißachtet, isoliert die USA auf lange Sicht. Trumps Verhalten vom Bad Boy zum Worst Case ins blanke Chaos auf politischer Weltbühne war zwar absehbar, beschäftigt allerdings zunehmend die betroffenen Staaten, führt zu Vertrauensverlusten in jene neue US-Politik, was selbstverständlich wirtschaftliche Folgen haben wird.

Erpressbarkeit nach dem Motto, die USA bestimmen letztendlich den Kurs, es greifen die Rechte des Stärkeren? Fehlanzeige. Das fruchtet nicht, zumal da noch die anderen Mächte im Hintergrund wie Russland, China und deren Verbündete, das weltweite Wirtschaftsgeflecht ohnehin in gegenseitiger Abhängigkeit sich derartige Entgleisungen nicht leisten kann. Daher können sich durchaus neue Allianzen bilden, was wiederum eine isolierte USA beflügeln mag, sich kriegerisch zu positionieren. Die Weltpolitik verändert sich im rasanten Tempo, es liegt an ihr selbst, dafür Sorge zu tragen, daß ein friedliches Miteinander wichtigstes Ziel bleibt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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