Richard Grenells Tage sollten gezählt sein


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Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0

Wenn losgelassene „Kettenhunde“ vollmundig tönen

Wer sich auf die Meinungsfreiheit beruft, gleichzeitig aber mit einer unverkennbaren Propaganda aufwartet, erst recht als Diplomat, der hat nicht nur seinen Job verfehlt, der sollte seine Koffer packen und nach Hause fliegen. Ein Richard Grenell, den Martin Schulz vollkommen zu Recht als „rechtsextremen Kolonialoffizier“ bezeichnete, hat nicht nur sein Amt als US-Diplomat mißbraucht, sondern entpuppt sich obendrein als „Kettenhund“ Trumps, der jetzt vollmundig in Deutschland herumtönen darf.

Allerdings stellt die Bundeskanzlerin erneut ihre zögerliche Haltung unter Beweis, keine gute Voraussetzung, um auf weltpolitischen Parkett zu punkten. Gerade The Donald wird das für seine Zwecke ausnutzen, erst recht sich aufgefordert fühlen, den Kurs des America First fortzusetzen, damit Europa schwächen, falls es nicht an einem Strang zieht, was in etlichen Bereichen ohnehin der Fall ist.

Von Einsicht keine Spur

Ganz im Gegenteil, das US-Außenministerium betont, daß Botschafter ein Recht haben, ihre Meinung zu äußern. Das mag für den privaten Bereich durchaus gelten, als Botschafter in Deutschland hat er dies aber zu unterlassen, selbst wenn es keine ausdrückliche Regelung gibt, die dies ihm untersagt.

Was soll man schon von diesem neuen Botschafter halten, der den jüngst ins Amt gewählten österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz als „Rockstar“ bezeichnet? Nichts, denn es gibt schlichtweg keine Rockstars in der Politik, allein seine Wortwahl verdeutlicht die typisch US-amerikanische Selbstüberschätzung, diese Mischung aus Glamour und Storryteller, aus Wild-West-Manier und Weltherrschaft, die das Verhalten des Hegemon nur noch unterstreicht!

Die Weltpolitik täte gut daran, endlich dem „blonden Dollen“ klare Kante zu zeigen

Noch ist es dafür nicht zu spät, bevor die Schäden immer größer werden. Die politische Schneise einer unberechenbar cholerisch geprägten Handlungsweise hat schon genug Beispiele geliefert, wohin die Reise jenes Donald Trump führt. Das Ausklinken aus dem Pariser Abkommen, das Ende des Iran-Atomabkommens, die daraus resultierende Nötigung den verbleibenden Unterzeichnerstaaten gegenüber, in erster Linie die Europäer zu verprellen und ihnen zu drohen, die Erhebung US-amerikanischer Zölle, die Streichung etlicher Sozialleistungen, sodaß die ohnehin große Armut in den USA erst recht zunimmt, sind nur ein paar Beispiele des politischen Kurses dieses 45. Präsidenten.

Von den enormen Kosten, die er für sich und seine Familie beansprucht, sowie die ständigen Wechsel im politischen Umfeld als auch die weiterhin anhaltenden offenen Fragen zur Wahl im Kontext zu Russland mal ganz zu schweigen. Da mag ihm ein Richard Grenell ganz genehm sein, um mal im Herzen Europas, in Deutschland, ordentlich aufzuräumen, den unübersehbaren Ruck hin zum Rechtsextremismus zu stärken. Grund genug, diesen ins nächste Flugzeug zu verfrachten, um per One Way Ticket gen USA zu senden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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