Guatemala: Ausbruch des Volcán de Fuego fordert etliche Opfer


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Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Seit 2002 hält die Ausbruchserie des Schichtvulkans an

Die betroffene Bevölkerung im zentralamerikanischen Guatemala muß sich erneut vorsehen, nachdem mehrere Tote und Hunderte Verletzte bei Ausbruch des Feuervulkans zu beklagen sind. Immerhin leben über eine Millionen Menschen in der nahe gelegenen Hauptstadt Guatemala-Stadt.

Dabei scheint die Ausbruchserie des 3.763 m hohen Schichtvulkans anzuhalten, Ende Mai war dem jetzigen erneuten Ausbruch ein ausgespuckter Schlammstrom vorausgegangen wie das Institut für Seismologie und Vulkanologie Guatemalas bestätigt hatte.

Knapp die Hälfte aktiver Vulkane sind Schichtvulkane

Das besondere Merkmal, woran man Schichtvulkane leicht erkennen kann, sind ihre spitzkegelige, ziemlich steile Form. Durch ihren hohen Gasanteil verläuft die Erruption explosionsartig im Wechsel zwischen Lava und Lockermaterial, auch Tephra genannt.

Von den ca. 700 Schichtvulkanen befinden sich die meisten entlang des pazifischen Feuerrings, in Island und manche auch im Mittelmeerraum wie der Ätna oder der Vesuv. Ein Übrigbleibsel eines Schichtvulkans hierzulande ist der Kaiserstuhl in der Oberrheinischen Tiefebene.

Die letzten Ausbrüche des Volcán de Fuego

Nachdem im Mai 2012 die Alarmstufe von Gelb auf Orange angehoben worden war, weil die seismische und vulkanische Aktivität des Volcán de Fuego zunahm, bewegten sich im September pyroklastische Ströme und Schlamm- als auch Lavaströme talabwärts, nach dem Ausrufen der Alarmstufe Rot mußten Zehntausende Menschen die Umgebung verlassen.

Sowohl im Januar als auch im Februar 2016 ging Aschenregen und Staub auf umliegende Ortschaften nieder, der Flughafen der Hauptstadt mußte vorrübergehend geschlossen werden.

In diesem Jahr wurde am 01. Februar vor steigernden Ausbrüchen gewarnt, mehreren pyroklastischen Strömen folgte eine 7 km hohe Vulkanaschewolke, die Lavafontäne speiste vier Lavaströme.

Inzwischen muß man wohl vom heftigesten Ausbruch des Feuervulkans der letzten Jahre sprechen, insgesamt sollen 1,7 Millionen Anwohner von ihm betroffen sein, die Regierung wird wohl den Katastrophenfall ausrufen müssen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturkatastrophen

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