Nestlé: Von Ein- oder Rücksicht keine Spur


Trotz weltweiter Skandale läßt man den Lebens-mittelkonzern gewähren

Ein weiteres Indiz für die Mißachtung eines Kapitalismus, der stets eigene Vorteile ersinnt, rücksichtslos gegen Mensch und Natur agiert. Dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé werden somit seitens verantwortlicher Politik Tür und Tor geöffnet, die Folgen hinterlassen entsprechende Spuren, die selbstverständlich auf zunehmende Widerstände stoßen.

Der Verein Rettet den Regenwald rief die Petition „Nestlé – stoppt den Wasser-Irrsinn!“ ins Leben, inzwischen sind rund zwei Drittel des Etappenzieles der 100.000 Unterstützer erreicht.

Während die Einwohner bald per Pipeline versorgt werden müssen, pumpt Nestlé im französischen Ort Vittel sein weltweit bekanntes Mineralwasser ab, dabei sinkt alljährlich der Grundwasserspiegel. Die Zeche für die benötigte Pipeline zahlt nicht etwa der Nahrungsmittelkonzern, sondern der Steuerzahler.

Eine lange Liste berechtigter Kritik

Im Dezember 2016 berichtete Querdenkende darüber, daß auch Konzere wie Nestlé Kinderarbeit für Palmöl dulden, moderner Sklaventum weltweit an der Tagesordung ist. Trotz mancher Versprechen, nur noch nachhaltig angebautes Palmöl für die Produkte zu verwenden, wurden diese seitens Nestlé eben nicht umgesetzt. Der Guardian zeigte sehr deutlich auf, daß selbst illegale Plantagen weiterhin dem Konzern dienlich seien.

Sorgte der Schweizer Nahrungsmittelkonzern bereits vor zehn Jahren für heftigen Unmut, weil eine Tochterfirma von Nestlé verunreinigtes Milchpulver für Babynahrung verkaufte, scheint keinerlei Reue oder Einsicht zu walten. Es geht dem Konzern keineswegs ums Wohl der Säuglinge, stets stehen Gewinne im Vordergrund, werden fragwürdige Zusammensetzungen der Babynahrung in Kauf genommen. Offensichtlich eine Fortsetzung der Studie Nestlé tötet Babys, wie sie bereits 1974 durch die Arbeitsgruppe 3. Welt Bern der Öffentlichkeit präsentiert worden war.

Macht sucht sich stets Wege der Bereicherung und Expansion

Das gilt insofern auch für Nestlé, dessen Konzernspitze sich des öfteren wundert, warum das Unternehmen weltweiter Kritik ausgesetzt. Mit Blauäugigkeit hat das nichts zu tun, die Chefriege weiß ganz genau, wie sie zu ihrer Macht gekommen, dabei etliche Vergehen wohl dazugehören.

Politische Entscheidungen lassen sich viel zu sehr von den Vorgaben wirtschaftlicher Einflüsse leiten, die oftmals keine Rücksicht auf menschliche Belange hegen, da der Profit stets nur seine Ziele verfolgt und somit sich durchsetzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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