Insektensterben nach wie vor auf dem Vormarsch


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Industrielle Landwirtschaft Hauptverursacher

Doch die meisten Verbraucher bemerken dies nicht im Alltag, abgelenkt durchs Arbeitsleben, einer medialen Freizeitgestaltung, um es mal noch nett zu formulieren, obwohl dies einer ständigen Dauerberieselung mittels Fernsehkonsum bedeutet. Verborgen im Stillen, keineswegs sofortigst sichtbar vollzieht sich der Rückzug der Natur, die auch nur auf menschliches Unvermögen reagiert.

Die jüngste Naturschutz-Aktion, die ein Penny-Markt in Hannover initiierte, sollte die Kunden wachrütteln, was es bedeuten mag, wenn die Bienen verschwunden sind. Schilder wie „Biene weg. Regal leer.“ weisen die Kunden direkt drauf hin. Ähnliche Versuche gab es vielfach in der Vergangenheit bis hin zu Appellen, Demos und Petitionen, in denen Verbote von Nervengiften der Chemieriesen gefordert wurden.

Halbherzige Einsicht der EU-Kommission ein kläglicher Versuch

Daß die Politik in der Regel Widerständen im Volk hinterherhinkt, sollte niemand wirklich verwundern, vielmehr beweist dies nur die Abhängigkeit und Anbiederung eines hofschranzenartigen Verhaltens seitens politisch Verantwortlicher, sich eher den Vorgaben der Chemielobby zu beugen. Sobald gewiße Gifte verbannt, gibt es Hintertürchen für Ersatz wie das genehmigte Insektizid Soxaflorulf.

Zunächst liest sich die Meldung als Erfolg, wenn die EU bienenschädliche Pflanzenschutzmittel nach einem langen Ringen etlicher Widerstände verbietet. Tatsächlich aber lauern längst Bayer und Co. mit Prozeßandrohungen sowie Alternativen, um ihre schädlichen Produkte Mutter Natur zuzumuten.

Von Einsicht keine Spur – industrielle Landwirtschaft setzt sich durch

Genau darin besteht das Problem. Wer stets mit der Welternährung um die Ecke kommt, um die Auswüchse der industriellen Landwirtschaft zu rechtfertigen, der hat in Wirklichkeit kein Interesse an den schädlichen Folgen, sondern richtet sich eher profitorientiert an die Konzernpolitik.

In diesem Artikel wird dem Leser suggiert, es ginge nicht ohne eine leistungsfähige Lebensmittelproduktion, fiele sie aus, wären Hungersnöte die Folge, die Forschung sei gefragt. Nicht schön, keineswegs gut, sondern einfach irreführend! Es muß ein gezieltes Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen stattfinden, daß besonders die extensive Landnutzung zusammen mit einer nachhaltigen Landnutzung reale Chancen bedeuten, unser Leben zu sichern und vor allem die Natur nicht gefährdend einzubeziehen.

Nur eine biologische Landwirtschaft mit weltweiter Ächtung der Gentechnik, der Schonung des Grundwassers garantiert unser aller Überleben. Wer weiterhin die unübersehbaren Alarmszenarien ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn die Natur entsprechend reagiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie Naturschutz

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3 Antworten zu Insektensterben nach wie vor auf dem Vormarsch

  1. Mo schreibt:

    Ich hätte gerne mal eine valide Quelle für das Inssektensterben. Bitte keine Sekundärliteratur. Danke.

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    • Albrecht Wolf schreibt:

      Kein Problem.
      Sie dürfen meine leeren Bienenkästen besichtigen.
      Gerne dürfen Sie den Versuch machen, wie lange Sie es schaffen, ein Bienenvolk am Leben zu erhalten inmitten der großen, vergifteten Monokulturen.
      Meine Beuten stehen gerne zur Verfügung.
      Ich kann es mir nicht leisten, neue Königinnen zu kaufen, um neue Völker aufzubauen, die dann im folgenden Jahr wieder verenden.
      Ergo: Keine Bienen mehr.
      Die Königinnen kommen übrigens nicht mehr aus den Schwärmen, welche sich auf natürlichem Wege bilden, sondern werden unter Laborbedingungen erzeugt und künstlich befruchtet !!!!!!
      Das ist teuer und mit der Tracht eines Jahres nicht zu bezahlen,
      auf natürlichem Weg geht fast nichts mehr.
      Die Imker der Bienen-Forschungsanstalt Stuttgart-Hohenheim geben Ihnen sicherlich ebenfalls gerne Auskunft.
      MfG

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  2. hraban57 schreibt:

    Hallo Mo, da gibt es sehr viele Quellen, auf die Schnelle empfehle ich den NABU mit diesem Link:
    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/20997.html
    Ansonsten selbst suchen, mfG Lotar

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