Verrauchte Zeit


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Bald wird mir keiner mehr zunicken.
Liebes, warum läßt du dich nicht blicken?
Ausgemacht war drei.
Nun ist fast fünf vorbei.
Anwohner gucken bereits scheel.
Vermuten Auskundschafter zum Stehl’n.
Gegenüber wohnt ein alter Herr.
Schaut unverhohlen zu mir her.
Im Eckladen reckten sie die Köpfe.
Unruhig ich die Straße langwetzte.
Für was gibt es denn Smartphones?
Angeklingelt bei dir, zigmal schon.
Dreiundvierzig Häuser drüben, beachtlich.
Mit Eckhaus hier, siebenundachtzig.
Gezählte Fenster, tausendvierundvierzig.
Ein paar Mal verzählt, deshalb schätz ich.
Willst du wissen, wie viele Kippen rumliegen?
Wieviel Frust als Rauch zum Himmel fliegen?
Um drei wollten wir uns treffen.
Kinder schon meinen Schritt nachäffen.
Liebe Svenja, anbei die Reste der Warterei.
Neunundsechzig Kippen, aufgelesen nach drei.
Leute vor Ort mich für einen Irren hielten.
Zum Abschied schenk ich dir die Zeitnieten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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