Ökosystem außer Kontrolle: Zunahme von Giften vs. Verlust der Wildnis


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Tier- und Pflanzenarten trotz vieler Bemühungen vom Aussterben bedroht

Niemand vermag wirklich allumfassend die weltweiten Ökosysteme durchschauen, auch wenn die Erkenntnisse darum aufgrund wissenschaftlicher Beobachtung und Analyse erheblich sich vermehrten. Neben den vielen Tier- und Pflanzenarten behauptet sich gerade unsere Spezies auf dem Blauen Planeten, sorgt für sein expandierendes, unbedachtes Verhalten, sodaß inzwischen nahezu jede dritte Tier- und Pflanzenart trotz vieler Bemühungen vom Aussterben bedroht sind.

Was läuft da verkehrt zwischen dem Homo sapiens und den Betroffenen? Darf man darüber hinaus die Behauptung aufstellen, daß der Preis unserer luxuriösen Lebensweise, der exzessive Konsumrausch zum weltweiten Aussterben der Artenvielfalt führt?

IUCN, CITES und Umweltschutzorganisationen ein Rettungs-anker?

Bereits drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Gründung der International Union for the Protection of Nature (IUPN) nach internationaler Konferenz im französischen Fontaineblue, die ihren Namen 1956 in die „Internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“, kurz IUCN unbenannte.

Aber was nutzen den betroffenen Tier- und Pflanzenarten solche Organisationen wie die IUCN, die CITES oder andere Umweltschutzorganisationen als gutgemeinte Rettungs-anker, wenn tatsächlich das weltweite Artensterben eben nicht verhindert wird? Was heute uns viel eher sorgen machen sollte, es sterben inzwischen gleichzeitig etliche Tier- und Pflanzenarten aus. Mensch drängt nun mal die Natur zurück aufgrund seiner Siedlungs- und Wirtschaftspolitik, im wahrsten Sinn „Big Bsssiness“ geht es an den Kragen, wobei ganz besonders viele Spezies genau dort aussterben, wo Artenvielfalt ohnehin vorhanden, wie in den Korallenriffen oder den Regenwäldern.

Internationaler Tag des Artenschutzes auch nur nett gemeinte Makulatur

Schöne Vorhaben mögen sicherlich einem gewissen Ideal entsprechen, doch zwischen gut gemeinter Absicht und knallharter Realität befinden sich hier nun mal die betroffenen Tier- und Pflanzenarten. Mit der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutz-übereinkommens, CITES, am 03. März 1973, wiederholt sich jetzt alljährig in dessen Erinnerung der ins Leben gerufene „Internationale Tag des Artenschutzes“.

Es schaut alles andere als rosig aus, von einer Entwarnung der Gefährdungen trotz aller Bemühungen, selbst im Vorzeigeland Deutschland, kann längst nicht die Rede sein, zumal gerade die neu installierte Bundesregierung auf Ausbeutung des Waldes setzt!

Mensch bestimmt über Fortbestand mit unabsehbaren Folgen

Niemand käme ernsthaft auf die Idee, einfach so ein paar Stützpfeiler einer Eisen-bahnbrücke zu entfernen, weil dann die gesamte Statik gefährdet und sie am Ende zusammenbrechen würde. Bei der Tier- und Pflanzenwelt dulden wir das, meist ohne uns über die Zusammenhänge dieser gigantischen Ökosysteme im Klaren zu sein, wobei die wissentliche oder unwissentliche Fortsetzung des Tier- und Pflanzenartensterbens völlig unabsehbare Folgen haben wird.

Das müssen wir nicht nur erkennen, sondern möglichst schnell umsetzen. Da mag das Geschäft mit den Exoten als noch relativ harmloses Problem erscheinen, gleichwohl diese verbrecherischen Auswüchse keineswegs geduldet werden dürfen! Wenig hilfreich muß die Fokussierung mancher Umweltschützer auf bestimmte Tier- oder Pflanzenarten betrachtet werden, weil selbst andere Spezies stets ihren sicheren Platz im Ökosystem inne haben.

Kleine Erfolge lassen dennoch hoffen

Natürlich macht es gar keinen Sinn, jetzt den Artenschutz gänzlich zu vernachlässigen, obwohl trotz vieler Bemühungen die rasant fortschreitende Gefährdung der Tier- und Pflanzenarten anhält, beim Insektensterben es gar niemand gewesen sein soll.

Der Stop zum Elfenbeinhandel, das Walfangverbot sind erste Schritte in die richtige Richtung, das Przewalski Wildpferd konnte vorm Aussterben gerettet werden genauso wie das südliche Breitmaulnashorn oder der Mittelspecht (Dendrocopos medius) sowie das Kleine Knabenkraut (Orchis morio), um auch mal ein paar wenige, positive Beispiele zu nennen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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