Außenseiter im Schatten der großen Masse


https://pixabay.com/de/geschnitzte-eulen-wise-holz-eule-2645810/

pixabay.com

Querdenker unbeliebt aber dennoch ein Ventil

Im Zeitalter des Wassermanns offenbaren sich inzwischen ungeahnte Möglichkeiten geistiger Schöpfung, auch wenn diese selbst schon immer den Homo sapiens begleitet, denken wir nur an die großen Philosophen. Die Liebe zur Weisheit wurde dem Menschen seit seiner ersten Entstehung mit in die Wiege gelegt, garantiert schon weit vor den uns bekannten Zeugnissen der alten Philosophen. Das liegt schlicht daran, daß mit dem Bewußtsein bereits die ersten Fragestellungen verknüpft sind, und wer Probleme wälzt, hat den Pfad der Weisheit betreten.

Das Leben sollte stets als ein dynamischer Prozeß betrachtet werden, wer sich bewegt, natürlich gilt dies im physischen ebenso, bleibt geistig rege, weil mit jeder gefundenen Lösung bereits neue Fragen auftauchen. Das klingt zunächst sehr abstrakt, ist aber Grundvoraussetzung, um das Dasein des Menschen zu bestimmen, der ja für sich in Anspruch nimmt, sich von allen anderen Leben auf Erden zu unterscheiden. Betrachten wir alles, was diesem Planeten infolge der Gestaltung des Homo sapiens widerfahren ist, muß dies wohl bestätigt werden. Und doch verbleiben Restzweifel bei ausführlicher Analyse. Haben Sie sich schon mal jemals die Frage gestellt, worin der Sinn des Menschendaseins besteht, auch oder gerade durch Nichteinbeziehung göttlicher Vorsehung, also ganz pragmatisch? Die meisten unter Ihnen bestimmt.

Geistige Bescheidenheit ein Schutz vor dem Genius, der dem Wahnsinn ausgeliefert?

Manchmal sind genau die am Glücklichsten, die geistig bescheiden in ihrem Leben innerhalb eines bestimmten Rahmens sich bewegen ohne jedwede Hinterfragung ihrer eigentlichen Bestimmung. Klingt ein wenig hochmütig? Keineswegs, sondern es gab schon immer zu allen Zeiten Menschen, die eben kaum oder keine Fragen stellen, sondern sich anpassend unterordnen, dabei aber nicht das Gefühl einer Unterdrückung verspüren.

Auf der anderen Seite tun sich ganz besonders Grübler, also Denker schwer, in dem sie alles und jeden hinterfragen. Wer da im Alltag nicht klarkommt, erst recht in bestimmten Gesellschaftsmodellen- und normen meist eher versagt, sich nicht zurechtfindet, steht sehr schnell im Abseits der großen Masse. Jene haben sich stets irgendwie arrangiert, während Querdenker, wie man sie zu Recht bezeichnet, meist eine Außenseiterrolle darstellen.

Aber genau sie sind es, die zum Fortschritt des Menschen wesentlich beigetragen haben, sei es als Forscher, als Künstler oder einfach nur als Phantasten. Zwischen den beiden Gegensätzen, dem einfachen, manchmal leicht beschränkten Menschen und dem Genie entwickelt sich das Dasein der großen Masse. Was macht den Wahnsinn aus? Das Nichtzurechtkommen mit einem Zuviel an Erkenntnis bei gleichzeitiger Entrückung moralischer Normvorstellung des Zusammenlebens in einer bestimmten Gesellschaftsform? Menschen beobachten sich ständig beim Zusammenleben, müssen sie auch, ob mit oder ohne Regeln, es zählt stets die Harmonie.

In Streitereien und Kriegen herrscht dann Ausnahmezustand im wahrsten Sinn des Wortes. Das will der Mensch eigentlich nicht, weil mit der Geburt zunächst das Gute auf Erden entstanden ist, welches geformt wird und selbst handeln möchte im Sein. Das Zusammenleben im Umfeld des Heranwachsenden entscheidet zunächst seinen Werdegang: Erlebt er Gewalt und Haß, wird die Saat in dieser selbst münden. In Liebe aufgewachsen wird diese sich entfalten wollen. Die Menschheit bewegt sich stets zwischen jenen beiden Gegensätzen, wobei immer noch das Maß der Gewalt sehr entscheidend unser aller Leben beeinflußt!

Wohin steuert das Boot der Menschheit?

Ein Blick in die Zukunft ist sehr müßig. Endzeitszenarien gibt es vielfältig, ob der berüchtigte Maya-Kalender, dessen Bestimmung nicht griff, bis hin zu den alten Vorhersagen des Nostradamus, der Hopi oder eines Edgar Cayce. Sie alle aber haben eines gemein: Sie prophezeien eine „neue“, eine andere Welt. Nun, wenn wir nur die Ereignisse der letzten Jahre betrachten, muß jedem halbwegs klar denkenden Menschen auffallen, daß wir längst uns in einem Paradigmenwechsel befinden: Das System des Großkapitalismus wird ernsthaft hinterfragt, weltweit, ganze Völker erheben sich aus ihrer Unterjochung, dem Terror der Gewalt werden mehr geistigdurchdachte Lösungen präsentiert, fern ab aller bisherigen Bemühungen. Mit anderen Worten, da blüht eine völlig neue Generation heran, deren erste Versuche einer anderen Auseinandersetzung schon längst stattgefunden haben.

Jetzt liegt es folglich nur noch daran, all diese Zusammenhänge zu ordnen, zu akzeptieren und vor allem umzusetzen, einfließen zu lassen in unseren Alltag, ohne vorschnelle Rückschlüsse und langes Herumzögern, weil gleichzeitig die Zeit eilt, um die Verfehlungen einer unbedachten Maßlosigkeit zu korrigieren. Lassen wir es zu, denken wir quer, Mittelmäßigkeit und vor allem das einfache Überlassen an sich selbst erkorene Eliten dürfen wir nicht weiter zulassen. Jedes Leben hat seine Berechtigung, wenn es den anderen toleriert, akzeptiert und somit respektiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.