Dresden


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2f/PEGIDA_DRESDEN_DEMO_12_Jan_2015_115724058%282%29.jpg/640px-PEGIDA_DRESDEN_DEMO_12_Jan_2015_115724058%282%29.jpg

Wikimedia Commons CC BY 3.0

Denk ich an Dresden Montag Nachts,
so bin ich um den Schlaf gebracht,
kann die Augen nicht mehr schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Furcht und Scham, sie wächst und wächst.
Pegida hat so bös die Stadt verhext.
Muß denken an die alte Zeit,
als Dresden bekam sein schönstes Kleid.

Aus fernen Ländern Spenden, Künstler kamen.
Das Kleinod wieder zu vollenden.
Zu tilgen altes Unrecht, sollte Frieden stiften.
Nicht gedacht, um eure Herzen zu vergiften.

Längst vergessener Fremdenhass erblüht,
dumpfer Mob geifernd durch die Straßen zieht.
Des anderen Wesen leid, in den Schmutz gezogen,
rufend, ihre Welt die wahre wär, eure sei gelogen.

Den fernen Mensch zum Feind erklären,
würd sich an unserem Reichtum nähren.
Toleranz, wo keine ist.
Sein Flehen ja wäre meist üble List.

Herzenskälte ist hinein gekrochen
in die geplagte schöne Stadt.
Schnell hat die Welt den Stab gebrochen,
der Deutsch’ sei, was er ja immer wart.

Die Angst den wachen Geist vernebelt,
in der der Masse Einfalt wütet.
Das geistige Elend einst im verborgenen,
Deutschland sollt sich wieder sorgen!

winci

Frei nach Heinrich Heine

Kategorie: Gedichte

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