Spezies Mensch: Im Rausch der Superlative folgt die Ernüchterung


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Experiment Homo sapiens vor dem Aus?

Irgendwann zwischen 4,4 und 10 Millionen Jahren soll laut Forschung die Frühzeit der Hominini begonnen haben, die sich schließlich mit bislang akzeptierter Out-of-Africa-Theorie zum archaischen Homo sapiens vor rund 200.000 bis 100.000 Jahren entwickelte. Die unter verschiedenen Gesichtspunkten kursierenden Theorien vom Affen, zum Menschenaffen bis hin zum Mensch selbst mögen allesamt durch Funde und genetische Vergleiche zustandekommen.

Die Initialzündungen zur Abkopplung von der Tierwelt hinein in die geistige Verstandeswelt vermag einen gänzlich anderen Verlauf genommen haben, durch die Annahme einer sich entwickelnden Genkettenabfolge oder aber den Einflüssen aus dem Kosmos, was wiederum eine gezielte Manipulation daher nicht ausschließt. Als eine mögliche Wahrscheinlichkeit kann man dies durchaus in Betracht ziehen, wenn wir hinnehmen müssen, nicht die einzigste Spezies im Universum zu sein! Aber Spezies Mensch entwickelte sich im Rausch der Superlative, folgt nunmehr die Ernüchterung, wo die Grenze der Zerstörungsgewalt längst überschritten?

Kräftemessen – einfach nur schneller und höher?

Menschliches Denken spornte stets die Entwicklung an, die Kräfte untereinander zu messen. Unabhängig vom Gedanken einer militärischen Überlegenheit, in dem sich sehr vieles verpflichtete, was Menschheit erschaffen, wenn wir ganz konsequent den Sinn bestimmter Erfindungen feststellen, sie zurückverfolgen von ihren Anfängen bis hin zu den Einsätzen, vergleichen wir uns in sämtlichen Lebenslagen. Also herrscht ein ständiger Wettbewerb.

Am 16. August 2009 sprintete der Jamaikaner Ursain Bolt in Berlin im 100-Meterlauf in sagenhaften 9,58 sec. Und erreichte zwischen dem 60. und 80. Meter eine Spitzengeschwindigkeit von 44,72 hm/h.

Die höchste Geschwindigkeit der Schienenfahrzeuge schaffte der französische Hochgeschwindigkeitszug „TG V (V150)“ am 03. April 2007 mit 574,8 km/h, die nur von der japanischen Magnetschwebebahn „Shinkansen LO“ mit rund 603 km/h acht Jahre später getoppt werden konnte.

Zehn Jahre zuvor durchbrach am 15. Oktober 1997 Andy Green mit dem strahlgetriebenen Fahrzeug „Trust SSC“ die Schallmauer mit 1.227,985 km/h und fuhr die bislang höchste Geschwindigkeit in der Wüste Black Rock Desert in Nevada (USA) für Landfahrzeuge.

Die NASA-Raumsonden Helios 1 und 2, ein Gemeinschaftsprojekt der USA und der BRD, erreichten die höchste je vom Menschen erzielte Geschwindigkeit mit 252.792 km/h. Bei der mittleren Entfernung zwischen Erde und unserem Mond (384.000 km) wären die Raumsonden nach ca. 91 Minuten an ihm vorbeigerauscht.

In der größten Stadt der Arabischen Emirate, in Dubai, steht das höchste Gebäude der Welt, welches Mensch bisher gebaut hat: der Burj Khalifa, 828 m hoch, ein Wolkenkratzer mit 163 nutzbaren Etagen von insgesamt 189 Geschossen, im 122. Stockwerk befindet sich das in einem Gebäude weltweit höchstgelegene Restaurant „At.Mosphere“.

Mission Erde ein Experiment mit offenem Ausgang

Knüpft man am Gedanken einer Mission an, die einzigen „ausgesetzten“ Bewohner der Erde, die Menschen selbst, sollen im Laufe der Entwicklung ihrer körperlichen und vor allem geistigen Fähigkeiten dafür Sorge tragen, irgendwann den Weg zurück durchs All zu suchen und zu finden, formuliert sich die brennend auf der Zunge liegende Frage: Welcher Zweck steckt dahinter, ein derart gewagtes Experiment mit offenem Ausgang zu versuchen? Zumal gerade seit letztem Jahrhundert die Menschheit sich in der Lage befindet, sämtliches Leben auf lange Sicht gleich mehrfach auszulöschen, denken wir an die neun Staaten, die Atomsprengköpfe offiziell besitzen und jederzeit einsetzen können.

Stolz erkennt Homo sapiens mittels akribischer Forschung, daß sein Gehirn über 80 bis 120 Milliarden Nervenzellen verfügt, um im selben Atemzug zuzugeben, wie perfide militärische Waffensysteme uns alle nonstop weltweit bedrohen. Solange Mensch es nicht bewältigt, seine eigene Spezies zu respektieren, in dem eine friedliche Co-Existenz vorherrscht, lauert stets das Damoklesschwert einer vernichtenden Zerstörungsgewalt über ihn, sind sämtliche kosmische Expansionsideen eine wirklichkeitsfremde Illusion. Mögen wir nicht nur eine solche Einsicht hegen, sondern sie umsetzen, bevor Experiment Homo sapiens ein dramatisches Ende findet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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