Ein Fünkchen Hoffnung oder alles nur Augenauswischerei?


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Sie könnten genauso gut das Prozedere mit den Gänseblümchen und dem Herausrupfen deren Blütenblätter zelebrieren, wobei hoffnungsfroh in den Äther gehaucht wird, ob er oder sie dich liebt oder eben nicht. Das kommt nahezu aufs Gleiche raus, erst recht wenn manche die Weltgemeinschaft gar loben, von Erfolg faseln, wenn ein Herr Kim Jong-un das Atomprogramm gnädigerweise aussetzt. Na und?

Klar doch, kleine Kinder kann man durchaus mit manchem beeindrucken, das ist auch gut so. Aber die Weltpolitik tickt da ein wenig anders, selbst das kleinste Fünkchen Hoffnung ist letztlich äußerst trügerisch zu werten. Mit Blick zum bisherigen Verlauf angeblicher Bemühungen, ein Wettrüsten zu stoppen, kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden, offenbart sich viel eher das Gegenteil, da hat ein latenter Pessimismus leider seine Berechtigung.

Das wurde jüngst beim Syrienkrieg ziemlich deutlich, obendrein haben die USA und all diejenigen, die derartige Inszenierungen weiterhin aushecken mögen wie den fragwürdigen, angeblichen Giftgasangriff seitens Assads, in Zukunft freie Hand dies jederzeit zu wiederholen. Eine willkommene Gelegenheit, Raketen und Bomben zu entsenden, eine Ligitimation per eiskalter Selbstverständlichkeit, ohne dabei die UNO zu berücksichtigen.

Der geneigte, noch kritische Beobachter mag sich verwundert die Augen reiben, wie simpel man Völker hinters Licht führen darf, der US-Westen tatsächlich als der eigentliche Aggressor sich entpuppt: wärmstens als demokratisch korrekt empfohlen, obwohl etliche Gesetze, Bestimmungen und das Völkerrecht selbst gebrochen werden. Unfaßbar perfide und ziemlich kriegsgeil!

Augenauswischerei par excellence. Die Medien kommentieren zwar noch, unterlassen es allerdings, den Zeigefinger zu heben. Andere, die Putin als Heilsbringer verehren, fühlen sich bestätigt, obwohl dieser keineswegs die Unschuld in Person sein kann, betrachtet man die Schieflage in Russland, wo ein eisiges Schweigen waltet. Wo ist dort die Jugend, der Protest, die wirklich freie Meinungsäußerung, ein kultureller Austausch im Riesenreich, eine echte Demokratie? Die Ein-Mann-Herrschaft dieses Präsidenten, übrigens milliardenschwer, selbst den blonden Dollen in den USA überbietend, läßt tief blicken, sollte jeden stutzig machen, den Kommentar hinausposaunen, daß eben nicht alles Gold ist, was glänzt!

Insofern bleiben die Verhältnisse beim Alten, sie sind viel zu raffiniert verstrickt, verflochten in einer einkalkulierten Einigkeit hinsichtlich ihrer Machtstrukturen, die ganz gezielten Gesetzmäßigkeiten folgen, was niemand mit Gesetzen verwechseln sollte. In dieser Liga werden eigene Spielregeln angewandt, vorbei an den Menschen, die diesen Herrschaften letztlich schnurzegal sind. Da sollte sich keiner was vormachen.

„Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“ (Aldous Huxley)

Solange Massen sich weiter instrumentalisieren lassen, setzen diese wenigen die Unterjochung fort. Es gilt daher, die wenigen endlich zu entlarven und zu stoppen. Schaffen sie das nicht, setzt sich sehenden Auges die Fahrt zur Apokalypse fort.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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