Extremismus: Keine Zukunft in Sicht solange ihm stattgegeben wird


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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Mit dem Ende des Kommunismus folgen Islamismus und die Neue Rechte

Extremisten sind unterwegs, nicht nur in Europa, sondern weltweit, nicht erst seit jetzt, vielmehr schon seit längerem, aber verstärkt, als in den USA 9/11 für vollendete Tatsachen sorgte. Dabei finden und stoßen sie stets auf Verständnis besonders bei ihren Gefolgsleuten, die sie ständig rekrutieren in der Bevölkerung, weil die sogenannte Gesellschaft sich äußerst schwer tut, dem Einhalt zu gebieten. Einerlei ob in islamisch geprägten Ländern oder im Herzen Europas, wo erneut der eigentlich totgeglaubte Nationalismus sich urplötzlich austoben und entwickeln darf.

Alle Welt schaut erstaunt zu, traut kaum ihren Augen, dennoch geschieht das mitten unter uns, diejenigen dem ausgesetzt, die das ganz sicher nicht wollen, aber keine Möglichkeit sehen, solche extremistische Entwicklungen zu stoppen, weder politisch noch ganz pragmatisch vor Ort. Wie auch, wenn unsere Volksvertretung, die Politik, kein Rezept hat, Extremismus zu unterbinden. Falscher Ansatz, oder?

Natürlich gibt es Möglichkeiten, diesem bösartigen Spuk ein Ende zu setzen, ein jähes und wahrscheinlich endgültiges. Aber da traut sich niemand ran, weil es ja endlich einer weltweiten Gerechtigkeit gleichkäme, die genau so nicht gewollt ist. Dann lieber Opferzahlen in Kauf nehmen, Hauptsache man klebt auf seinen Pfründen, beharrt auf die alteingesessene Masche, die da lautet: mir das Meiste. Verteilung ist das Zauberwort, der Schlüssel zur Lösung.

Wer gibt schon gern freiwillig ab? Kaum jemand, im Grunde genommen setzt sich Reichtum durch, hat stets die Oberhand, eben notfalls mittels Extremismus als altbewährte Strategie. Solange im letzten Jahrhundert, am Ende des alten Jahrtausends noch die Waagschale des Kommunismus die Welt in zwei Blöcke teilte, herrschte Einigkeit zwischen Ost und West, Kapitalismus und diesem Kommunismus, getrennt mittels Mauer und den Bollwerken Nato sowie Warschauer Pakt. Islamische Länder dienten noch als profitable Ressourcenspender, die je nach System ausgebeutet wurden. Mit dem Ende des Eisernen Vorhangs geriet die Balance ins Trudeln, verschoben sich die Machtverhältnisse, begann das Aufwachen mancher Völker.

Der Arabische Frühling mit als Folge von 9/11, zeitversetzt rund zehn Jahre später, unterstrich den Willen neu ernannter Extremisten, per Islamismus sich Gehör zu verschaffen. Man unterstellt zig Millionen gläubigen Muslimen, daran beteiligt zu sein, sich gefälligst eben nicht zu integrieren, obwohl ein Großteil von ihnen sich längst arrangiert hatte, überall Aufbruchstimmung sich noch entwickelte, die es zu stoppen gilt per Imane und jenen fanatischen Kräften, die entfesselt gar Terrorgruppen wie den Islamischen Staat gründen.

Parallel der Weckruf dieser Neuen Rechten, die noch zu Beginn der 1990er belächelt worden war, mit den großen Flüchtlingswellen 2015 spätestens ihre Chance erhielten, überwunden geglaubten Nationalismus erneut zu installieren, ein gefundenes Fressen für neue Feindbilder gen Islam, ähnlich und vergleichbar zum Antisemitismus, der gleich mit entflammt werden darf, denken wir an die mißglückt letztmalige Echo-Verleihung, deren Fauxpas immer größere Kreise zieht.

Als ob dies noch nicht für genügend Zündstoff sorgt, spielen die Supermächte, allen voran die sichtbar aggressivere USA, verrückt, meinen, sie müßten sich in Syrien austoben, wobei selbst Deutschland den letztmaligen völkerrechtswidrigen Militärschlag guthieß, den angeblichen Giftgasangriff Assads zu rächen. Von Entspannung keine Spur, viel eher Zündeln im Nahen und Mittleren Osten, einem Pulverfaß, was jederzeit den längst begonnenen dritten Weltkrieg erst recht unterstreicht. Unsere Zukunft hängt somit am seidenen Faden jenes zugelassenen Extremismus, der weiterhin gehegt und gepflegt wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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