Syrien-Krieg: Mensch, halt die Luft an, bevor es zu spät ist


Nie wieder Krieg eine Illusion?

Welch perverses Treiben sich auftut, jener Kadavergehorsam, der jedem das Fürchten lehren sollte. Hingegen es immer noch genügend Anhänger gibt, die jenen 45. US-Präsidenten verteidigen, er möge endlich mal zeigen, wer hier der Herr im Hause sei. Mit solchen Sprüchen unterstreicht man lediglich den Machtanspruch dieser Nation, die unübersehbar die Weltherrschaft im Visier hat.

Von Friedensabsichten keine Spur. Der genaue Beobachter fragt sich unweigerlich, für was ein UN-Sicherheitsrat erschaffen wurde, wenn bestimmte Nationen, allen voran der US-Westen dessen Ziele mit Füßen treten und somit mißachten. Erinnert sei an den Irak-Krieg unter George W. Bush, den Kofi Annan und die UNO zurecht als illegal bezeichneten. Erleben wir jüngst eine Wiederholung seitens dieser USA im Syrien-Krieg, der sich schnell zum dritten Weltkrieg ausbreiten kann?

Dies müssen wir befürchten. Wenn schon russische Militärs in diesem Kontext vor einer Eskalation hin zu einem atomaren Schlagabtausch zwischen den beiden Supermächten warnen, sollten spätestens diplomatische Alarmglocken erklingen. Donald Trumps vorschnelle simple Drohungen per Twitter, „Russland hat gelobt, jegliche und alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Macht euch bereit Russland, weil sie werden kommen, hübsch und neu und ’smart‘!“, haben natürlich ihre Folgen, sollte er sie zusammen mit seinen Verbündeten verwirklichen.

Genau das müßte uns Sorgen bereiten, die schnelle Einigkeit des US-Westens mit der Zielsetzung eines Militärschlages gegen Assad. Allen voran Frankreich und Großbritannien. Noch liegen keine klaren Beweise vor, daß Syrien den Chemiewaffenanschlag verübt hat, aber die Kriegsmaschinerie läuft auf Hochtouren, die Diplomatie wird mit Füßen getreten. Die Entwicklung scheint sich zu wiederholen, wer den Vergleich mit dem Irak zieht.

Diesmal befinden sich aber russische Soldaten vor Ort in Syrien. Werden sie bei einem Angriff durch die Amis verletzt oder gar getötet, kann und wird Russland dies nicht tolerieren. Insofern zeigt sich hier die Brisanz der Lage, die wesentlich gefährlicher als der Irak-Krieg. Das alles hat bisher diesen US-Präsidenten nicht daran hindern können, seinen ungehobelten Kurs der Drohgebährden fortzusetzen.

Warnende Stimmen gibt es zuhauf im Weißen Haus als auch in westlichen Regierungskreisen, die Bundeskanzlerin hält sich im Moment lieber zurück, während der neu ernannte Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit, Peter Beyer (CDU), seinem Amt entsprechend es für richtig hält, mit einem Militärschlag auf den Chemiewaffeneinsatz zu reagieren. Anstatt mit Russland auf Augenhöhe zu verhandeln und abzuwarten, ob tatsächlich Assad hinter dem Giftgasangriff auf die Rebellenhochburg in Duma steckt, wird auf militärische Eskalation gesetzt.

Der längst neu entflammte kalte Krieg zwischen dem Nato-Westbündnis und Russland veranschaulicht auf erschreckende Weise, wie gleichgültig und menschenverachtend der Hegemon seine Ziele durchsetzen will. Freiheit um jeden Preis widerspricht jedweder friedlicher Koexistenz!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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