AKW Akkuyu: Bauvorhaben durch Erdogan und Putin abgesegnet


Ein zweites Fukushima im Süden der Türkei vor-programmiert?

Eine Videoschaltung aus Ankara besiegelte den Baustart des Kernkraftwerks Akkuyu an der Mittelmeerküste zwischen Aydıncık und Silifke in der Provinz Mersin im Süden der Türkei, den Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan am Dienstag ankündigten. Die wenigen Demonstranten in Ankara scheinen kaum der Rede wert zu sein, weil der „Türkische Pascha“ seinen Sicherheitsapparat durchaus im Griff hat.

Was interessieren schon berechtigte, kritische Bedenken über den Standort des ersten AKWs in der Türkei, da dieser sich in der Nähe einer tektonischen Verwerfung befindet. Darf die Weltgemeinschaft in sofern auf ein zweites, vorprogarmmiertes Fukushima entgegenblicken? Die Wahrscheinlichkeit sollte man keineswegs verkennen.

Rosatom ein fragwürdig federführender Konzern

Zumal man dazu wissen sollte, daß die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) als föderale Behörde nicht nur die zivile Atomindustrie in Russland leitet, sondern obendrein die militärische. Ein Schelm, wer hierbei Böses denkt, oder? Schließlich schaut der Westen besonders akribisch gen Iran, läßt aber Rosatom beim Bau des AKWs Akkuyu gewähren. Erdoğan weiterhin im Rausch freien Handelns, während alle Welt einfach Super-GAUs ignoriert.

Da paßt was grundlegendes ganz gut zusammen, wie man auch unschwer in Japan selbst erkennen kann, die dortige Regierung die anhaltende Verstrahlung außer acht läßt. Rosatom plant inzwischen, bis 2030 an die vierzig neue AKWs zu bauen, Hauptsache der Rubel rollt, was interessieren da schon kritische Bedenken!

„Eine saubere Energiequelle“, die trügerischer kaum sich offenbaren mag

Das klingt so unverantwortlich selbstüberschätzt, wenn der Despot Erdoğan von einer „sauberen Energiequelle“ prahlt, obendrein noch behauptet, sie würde beim Kampf gegen den Klimawandel helfen. Sicherlich, Kohlekraftwerke wären kontraproduktiv, doch AKWs sind keineswegs als harmlos zu betrachten, auch hinsichtlich der Behauptung, sie seien eine „saubere Energiequelle“. Das Gegenteil trifft viel eher zu, wie man hier nachlesen kann.

Aber immer schön Sand in die Augen unwissender Bürger streuen, sie werden die Kröte schon schlucken. Leider trifft dies oftmals tatsächlich zu. Umso wichtiger, stets mit handfesten Argumenten zu kontern. Ob es wirklich was bringt, zeigt uns die Zeit. Wenigstens dürfen wir hierzulande ein Ende der AKWs erwarten. Weitere Risiken lauern bereits ziemlich nah in Belgien oder Tschechien.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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