Bundesregierung setzt auf Ausbeutung des Waldes


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Forderung zur naturnahen Waldwirtschaft

Es schaut keineswegs vielversprechend aus beim 47. Internationalen Tag des Waldes, der am Mittwoch stattfand, vollmundig Erfolge zum Besten gegeben werden wie die von der deutschen Regierung gemeinsam mit der IUCN (International Union for Conservation of Nature) und der GPFLR (Global Partnership on Forest and Landscape Restoration) 2011 ins Leben gerufenen „Bonn Challenge“, mit deren Zielsetzung bis 2020 weltweit 150 Millionen Hektar und zehn Jahre später minimum 350 Millionen Hektar dekradierte und entwaldete Landfläche wiederherzustellen.

Dem widerspricht die gängige Praxis hierzulande, daß seit 2010 alljährig mehr Holz verbrannt als verbaut oder weiterverarbeitet wird. Hinzu kommt die weiterhin auch seitens der neuen Bundesregierung erklärte Absicht, monoton anfällige Nadelwälder statt mehr Mischwälder zu fördern. Insofern setzt das Kabinett Merkel auf Ausbeutung des Waldes, befindet sich auf dem Holzweg!

Was vor zwei Jahren bereits deutlich angemahnt, setzt sich einfach fort

Von Einsicht oder gar Weitsicht keine Spur. Massentierhaltung und somit die Landwirtschaft setzt weiterhin dem deutschen Wald erheblich zu, die an-haltende Ignoranz diesem wertvollen Stück Natur gegenüber spricht Bände. Völlig zurecht weist ROBIN WOOD auf den Umstand hin, daß die Ammoniak-Emissionen im Koalitionsvertrag noch nicht einmal erwähnt wurden. Profitable Gewinne scheinen der Regierung wichtiger als die Ressource Wald.

Trotz immer noch kränkelnder Bäume verharrt die verantwortliche Politik, zieht es oftmals eher vor, per Hochglanzbroschüren auf bisherige Bemühungen hinzuweisen, bei gleichzeitiger Verfehlung die eklatanten Ursachen zu beseitigen, stattdessen bekräftigt das Bundesforstministerium (BMEL) sein eigenes Konzept einer höheren Baumfällung bei gleichzeitiger Vernachlässung nachwachsender Wiederaufforstung.

Verbesserter Kronenzustand nur ein Wermutstropfen?

Man mag sich freuen, daß wenigstens der Kronenzustand sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben soll, wie in der Waldzustandserhebung 2017 nachgelesen werden kann. Das war’s aber auch schon an positiver Meldung. Alles weitere sollte viel eher sorgenvoll aufhorchen lassen, schließlich ist gerade der deutsche Wald immer noch gefährdet, gleichwohl die dort lebenden Tiere und andere Pflanzen.

Wer stets nur den Profit des Waldes hauptsächlich innerhalb verantwortlicher Politik als Hauptaugenmerk verfolgt, dem entgehen die dringend notwendigeren Vorteile jenes natürlichen Raumes: Artenvielfalt, Klimaschutz und Strukturreichtum sowie eine Naturnähe, die besonders wervoll sich für uns Menschen präsentiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Eine Antwort zu Bundesregierung setzt auf Ausbeutung des Waldes

  1. alternativekraftstoffe schreibt:

    Satire :Für begrünte 2/3 Fläche des Landes da nur 1/3 bewaldet ist – meine Empfehlung – haltet stet an Holz fest – es gibt asiatische Hardlinerinen – da stehen Kunstbäume und man verliert die Natürlichkeit zur normalen Gangart zur Schöpfung etwas. Klopfe ich stets auf Holz und habe damit was – tatsächlich mache ich aus Holz Wurzelsepp, Stöcke, Wanderstäbe und Holztaler http://magieholz.de – viel Spaß mit ecosia.org der Baumpflanzmaschine und beim Renaturieren Ihrer Umgebung.

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