Pegida-Gründer Bachmann inszeniert Abschiebung aus Großbritannien


Die Neue Rechte buhlt um jedwede Aufmerk-samkeit

Dabei scheint sie bewußt negative Aufmerksamkeit anzuwenden, die besonders all jene an den Tag legen, die ansonsten nicht mittels eigenen Verstandes in der Lage, etwas konstruktiv sinnvolles zu leisten. Es werden sämtliche Mittel in Anspruch genommen, sich explizit mit Haßparolen und Phrasen Gehör zu verschaffen, was ein Lutz Bachmann mit der Gründung der Pegida von Beginn an beabsichtigte.

Wenigstens sitzen die ersten „Früchte“ im Deutschen Bundestag und dürfen demokratisch legitimiert sich im Plenum austoben, wenn auch nur als größte Oppositionspartei. Das scheint dem Pegida-Gründer Bachmann längst nicht genug, sodaß er ganz gezielt diese Abschiebung aus Großbritannien inszenierte. Am Montag wird er bestimmt vollmundig das Verhalten der Briten in Dresden bei der Pegida-Kundgebung lautstark rügen, vom entsprechenden Publikum schön brav applaudiert.

Gegendemos ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Weil sich genügend Sympathiesanten einfinden, die jener Neuen Rechten ihre Gefolgschaft zusichern, nachdem jahrelang Rassismus in den Köpfen derer wuchern konnte, der sich stets zurückhalten mußte angesichts einer Gesellschaft voller Toleranz. Damit soll jetzt endgültig Schluß sein, sie versuchen sämtliche Register zu ziehen, um ihren kruden Haß auszuleben.

Dabei bilden sich Vernetzungen von genau jenen Gruppierungen, die zuvor meist für sich allein agierten. Von Hooligans über eine Pegida, von einer NPD zur AfD, von Patrioten hin zu den Identitären, sie alle obendrein freundlich unterstützt von Franquisten, Le Pen-Anhängern, über Orbán bis hin zu Putin. Letzterer macht keinen Hehl daraus, die Neue Rechte sehr ersichtlich zu unterstützen.

Speakers‘ Corner duldet keine rechten Parolen

Ein deutliches Zeichen, was die Briten damit völlig zurecht setzen. Man wünschte sich dasselbe für Deutschland, denn Meinungsfreiheit muß selbstverständlich Grenzen haben. Und zwar stets dann, wenn Rassismus sich austoben will. Eine tolerante Gesellschaft hat genau das eben zu unterbinden, möchte sie nicht selbst sich einer solchen Gefahr aussetzen.

Insofern verhindert zumindest in aller Öffentlichkeit Großbritannien einen direkten Austausch mit den Bachmanns und Sellners, wenn auch jene Rechtsradikalen dennoch über andere Wege kommunizieren bis hinein auf Plattformen wie Facebook. Die dortigst halbherzige Überwachung rechtsextremer Gruppierungen und Statements läßt nach wie vor zu wünschen übrig. Dabei ist es vielmehr aufmerksamen Beobachtern zu verdanken, wenn solche Haßbotschaften gelöscht werden.

Daß heute Abend André Poggenburg, der ehemalige Landesvorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, zur Pegida-Kundgebung in Dresden Herrn Bachmann unterstützen will, sollte nicht verwundern, es paßt zum Konzept jener Neuen Rechten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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